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Freitag, 27. April 2012 - 09:07 Uhr
Wilhelm Steinhausen - Natur und Religion im Museum Giersch

bis 15. Juli 2012

Die Werke des Malers und Graphikers Wilhelm Steinhausen (1846 – 1924) bewegen sich zwischen Romantik, Impressionismus und Symbolismus. Sein künstlerischer Werdegang steht singulär im Kontext seiner Zeitgenossen. Eingängige, stimmungsvolle Landschaften und teils großformatige, religiöse Bilder bilden die gegensätzlichen Pole seines Schaffens. Hinzu kommen Illustrationen, Porträts, Genreszenen und Wandgestaltungen. Eine Gegenüberstellung mit Arbeiten seiner Künstlerkollegen, wie Hans Thoma und Fritz von Uhde, verdeutlicht den einzigartigen künstlerischen Standpunkt des Malers. Erstmalig beleuchtet ein wissenschaftlicher Katalog das Schaffen Steinhausens in all seinen Aspekten.

Bild: Wilhelm Steinhausen, »Marie Steinhausen im Foulard-Kleid« (1908)

Donnerstag, 19. April 2012 - 16:47 Uhr
Munch in der Schirn

Der Norweger Edvard Munch (1863–1944) wird für seine ausdrucksstarke symbolistische Malerei gefeiert und gilt als Bahnbrecher des Expressionismus. Die in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou in Paris entstandene Ausstellung in der Schirn bietet eine neue Sicht auf sein Schaffen: Munch war ganz und gar modern – so die These dieser rund 130 Werke umfassenden Schau. „Edvard Munch. Der moderne Blick“ stellt das wenig erforschte Spätwerk bis 1944 in den Vordergrund und beweist, dass Munch nicht nur ein Künstler des 19. Jahrhunderts, sondern ebenso des 20. Jahrhunderts war. Im Zentrum wird Munchs Auseinandersetzung mit modernen Aufnahmetechniken wie Fotografie und Film oder der intimen Theaterbühne stehen. Seine Werke lassen erkennen, in welchem Maß er spezifisch fotografische oder filmische Kompositions- und Erzähl-formen, Posen und selbst Effekte in seine Malerei übernimmt. In Ergänzung zu den rund 60 Gemälden und 20 Arbeiten auf Papier sind zwei Kapitel Munchs eigener fotografischer und filmischer Produktion gewidmet. Gezeigt werden 50 Fotografien in Originalabzügen sowie vier Filme Munchs. Ein weiterer Aspekt der Ausstellung führt vor Augen, wie der Künstler ein und dasselbe Sujet in Zeichnungen, in der Fotografie, der Malerei, der Grafik und sogar der Bildhauerei verar-beitet hat. Die häufige Wiederaufnahme von Motiven ist ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis von Munchs Werk. Wegen des guten Zuspruchs wurde die Ausstellung bis zum 28. Mai verlängert.

Bild: Mädchen auf der Brücke, Edvard Munch, Mädchen auf der Brücke, 1902, Privatsammlung © The Munch Museum / The Munch Ellingsen Group / VG Bild-Kunst, Bonn 2011

Donnerstag, 19. April 2012 - 16:40 Uhr
Warhol

Andy Warhol hatte einst vorhergesagt, dass in der Zukunft jeder für eine Viertelstunde weltberühmt sein wird. Er selbst war es weit länger. Mit der Ausstellung "Warhol: Headlines" zeigt das MMK Museum für Moderne Kunst noch bis zum 13. Mai 2012 eine Ausstellung, die erstmals alle Arbeiten Andy Warhols vereint, in denen er sich mit Massenmedien auseinandersetzt. Eines seiner Hauptwerke "Daily News" aus dem Jahre 1962 ist seit 1981 im Besitz des MMK und dient als Ausgangspunkt für die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der National Gallery of Art in Washington D.C., der Galleria Nazionale d’Arte Moderna in Rom und dem Andy Warhol Museum in Pittsburgh, Pennsylvania, entwickelt wurde.

Die Exponate – Gemälde, Zeichnungen, Drucke, Fotografien, Skulpturen und Videos – beleuchten Warhols Faszination und zeitgleich seinen kritischen Umgang der zunehmend an Einfluss gewinnenden zeitgenössischen Medien. Andy Warhol, der als einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts gilt, konzentrierte sich vor allem in den 1960er Jahren auf Sujets der Popkultur, sammelte Comics, Zeitungsausschnitte sowie Pressebilder aus Tageszeitschriften, Kinoheften und Flugblättern. Die Auseinandersetzung mit den Printmedien nimmt eine herausragende Stellung in seinem Schaffen ein und wird jetzt erstmals umfassend durch die Ausstellung gewürdigt.

Die Schau zeigt, wie Warhol die für sein Werk zentralen Themen Prominenz, Tod, Katastrophen und zeitgenössische Ereignisse aus den Medien aufgriff und deren Darstellung in seinen Werken zuspitzte. Das Interesse des Künstlers richtete sich dabei sowohl auf die endlos reproduzierbaren Mechanismen der Massenmedien als auch auf die meinungsmachende Berichterstattung mit ihren reißerisch formulierten Schlagzeilen. Der fünfzehnminütige Ruhm, findet seine bildliche Entsprechung in der medialen Berichterstattung mit gleichlanger Haltbarkeit.

Frankfurt ist für "Warhol: Headlines" die einzige deutsche Ausstellungsstation neben der National Gallery of Art in Washington D.C, der Galleria Nazionale d'Arte Moderna in Rom und dem Andy Warhol Museum in seiner Heimatstadt Pittsburgh.

Bild Daily News © 2012 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Artists Rights Society (ARS), New York

Freitag, 30. März 2012 - 07:06 Uhr
WURST mit Wein, Weihnachten, Wild und Gemüse im caricatura-Museum

Einen ganz besonderen Leckerbissen präsentiert das caricatura museum derzeit mit der Ausstellung „Nikolaus Heidelbach – WURST“ allen Freunden des guten Geschmacks und der irritierenden Satire. Der Illustrator und Künstler Nikolaus Heidelbach hat zusammen mit dem Autor und bissfesten Sänger Wiglaf Droste und dem TV- und Sternekoch Vincent Klink bei DuMont fünf unterhaltsame Themenbücher mit Texten, Rezepten und Zeichnungen herausgegeben. Die Ausstellung zeigt seine stilistisch breit gefächerten satirischen Zeichnungen aus den fünf Werken. Unter den über 250 Exponaten, in denen das wahre Wesen von Wurst, Wein, Weihnachten, Wild und Gemüse mit Witz, Zweideutigkeit, Ironie und Spaß inszeniert wird, gibt es neben gouachierten Zeichnungen, Gemaltes und größeren Zeichnungen nur fünf bis sechs echte Illustrationen. „Wir zeigen in dieser Ausstellung weniger den Illustrator als vielmehr den freien Zeichner, der mit seiner komischen Kunst ungeahnte Dimensionen unseres Alltags offen legt“, so Achim Frenz, Leiter des Museums. Heidelbach veröffentlicht seit mehr als 30 Jahren Bilderbücher und erhielt eine Vielzahl von Auszeichnungen. Die Ausstellung ist bis zum 29. Juli 2012 im Leinwandhaus zu sehen.

Montag, 20. Juni 2011 - 08:50 Uhr
MMK 1991-2011. 20 Jahre Gegenwart

Als vor genau 20 Jahren das MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt endlich die Tore öffnete konnte es die bis dahin schmerzlich empfundene große Lücke eines Museums der Gegenwartskunst schließen. In den Jahren haben die verschiedenen Leiter des Haues von Jean-Christophe Ammann als seinen Gründungsdirektor über Udo Kittelmann bis hin zu Susanne Gaensheimer, die dem Museum seit Anfang 2009 vorsteht, zahlreiche Werke dazugekauft, als Schenkungen oder Leihgaben von Sammlern erhalten oder sind damit von den Künstlern oder deren Nachassverwaltern geschenkt worden. Heute zählt das MMK dadurch zu den weltweit bedeutenden Häusern zeitgenössischer Kunst. In seiner jungen Geschichte hat das MMK eine einzigartige Sammlung aufgebaut, die mittlerweile über 4500 Kunstwerke umfasst. Das Museum nimmt damit eine Schlüsselstellung ein: als Museum für die Kunst der 1960er Jahre bis in die Gegenwart, in Frankfurt, Deutschland und international.

Aufgrund der Größe und Vielfalt der Sammlung, war es bisher nicht möglich, den umfangreichen Bestand in seiner Gesamtheit zu zeigen. Im Jubiläumsjahr 2011 wollte Susanne Gaensheimer das Unmögliche möglich machen und suchte nach geeigeneten Räumlichkeiten für eine Präsentation von Kunstwerken, die ansonsten ungesehen im Magazin stehen müssen. Zwar hatte Gaensheimer für die geplante Überblicksausstellung bereits das angeschlossenem MMK Zollamt verplant, aber um die Sache rund zu machen, sollte auch die 4.000 qm in einem der zum Abriss vorgesehenen Gebäude des MainTor-Areals am Frankfurter Mainufer, als Ausstellungsfläche dienen. Bei den Gesprächen mit DIC-Vorstandschef Ulrich Höller, der für den Rück- und Neubau der ehemaligen Degussa-Trutzburg verantwortlich ist, zeigte sie Durchsetzungsvermögen und konnte so kurz vor Beginn der Abrissarbeiten Ausstellungsfläche am Frankfurter Museumsufer in zentraler Lage positionieren.

Neben bedeutenden Hauptwerken von Nam June Paik, Christian Boltanski, Ai Weiwei/Serge Spitzer oder Franz Erhard Walther, die sich auf dem MainTor-Areal in neuen Konstellationen und Räumen präsentieren, werden dort bisher nie gezeigte Arbeiten aus der Sammlung des MMK der Öffentlichkeit vorgestellt, beispielsweise von Michel Majerus, Ceal Floyer oder Holger Bunk. Das Raumkonzept für das auf dem MainTor-Areal entstandene frisch entkernte Ausstellungsgebäude entstand in Zusammenarbeit mit dem Architekten Christoph Mäckler, der auch für eines der neuen Gebäude, die dort entstehen werden, verantwortlich zeichnet. Tobias Rehberger richtet seine Arbeit „Montevideo, Mailand, New York, Moskau, Dubai, Singapur, São Paulo and Tokyo“ als temporäres Museumscafé ein und setzt durch die Gestaltung der 600 qm großen Dachterrasse mit Blick auf den Main sowie der Entwicklung eines visuellen Leitsystems für die Ausstellung markante Zeichen.

In dem von Hans Hollein 1991 erbauten Gebäude des MMK Museum für Moderne Kunst an der Domstraße läuft parallel eine sechsmonatige Präsentation mit Spitzenwerken aus der Sammlung des MMK, wie Roy Lichtensteins „Yellow and Green Brushstrokes“, Andy Warhols „Green Disaster“, Bruce Naumans „Perfect Balance“ oder Bill Violas „The Stopping Mind“, Gerhard Richters „Fußgänger“ und Douglas Gordons „Play Dead; Real Time“.

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