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Montag, 19. September 2011 - 15:30 Uhr
Wo der Regent regiert

Naturnahen und biologischen Anbau, Umweltschutz und Nachhaltigkeit verbunden mit kräftigen, vollmundigen Weinen, das alles bietet die Neuzüchtung Regent, die der Rebzuchtanstalt Geilweilerhof in der Pfalz bereits 1967 gelungen war. Dieser Tage veranstaltete der Winzerkeller Auggener Schäf dazu ein Regent Forum. Die robuste Rebe benötigt wesentlich weniger Schädlingsbekämpfung, weil sie gegen Pilzbefall, unter dem die bekannten Rebsorten viel mehr leiden, weitgehend resistent ist. Die Anbaufläche in ganz Deutschland beträgt bislang mit 2.150 Hektar nur gut 2 Prozent der 100.000 Hektar Gesamtrebfläche. „Auf Grund seiner umweltschonenden Vorteile verdient der Regent und seine Rotweine viel mehr Beachtung“, betont Thomas Basler, Geschäftsführer des Winzerkellers Auggener Schäf, ein Weinerzeuger, der sich um die Sorte besonders verdient gemacht hat. „Regent-Weine sind kräftig, in der Farbe tiefdunkel, von südländischem Typ, jedoch eher mild. Wer solche Rotweine liebt und zugleich etwas für die Umwelt tun will, der sollte Regent versuchen“, erklärt Basler weiter. Er weiß, wovon er redet, denn bei der großen Regentverkostung von 230 Weinen, die 2003 veranstaltet wurde und Fachleute von den Weinen begeisterte, konnte sein Winzerkeller den Siegerwein in der Barriqueklasse stellen.

Freitag, 22. Juli 2011 - 18:29 Uhr
Gutes aus der Wachau

Reben zu pflegen ist seine Berufung. Seit dem frühen 18. Jahrhundert werden beim Weingut Türk auf 15 ha Löss-, Urgesteins- und Konglomeratböden im Einklang mit der Natur die traditionellen Sorten der Region kultiviert. Dabei gehört die Passion von Franz Türk dem Kremstaler Grüner Veltliner. Hier will er beweisen, welches Potential in Österreichs Paradesorte steckt und hat über drei Viertel seiner Weinberge damit bepflanzt. Nicht unbedingt für den schnellen genuß sind seine Weine, sondern Weine die Leben, den Sonnenschein bündeln und swn Jahrgang, Boden und das Mikroklima widerspiegeln. Er muss dabei vieles richtig gemacht haben denn 2010 erhielt er die IWC Trophy für den besten trockenen Weißwein aus Österreich.

Sein Grüner Veltliner Kremser Weinberge zeigt ein helles gelb, eine schöne Frucht mit harmonischer Säure und paßt zu leichten Speisen, die Kremser Sandgrube nutz Trauben, die nach mehrmaliger Handauslese geerntet gelsen wurden. Der Wein ist goldgelb, hate eine kräftig-pfeffrige Nase, ist ausgewogen und paßt auch zu kräftigen Speisen und asiatischen Gerichten. Der Thurnerberg stammt aus einer Einzellage mit sehr steinigen Boden mit Steinen bis zu 20cm. Die Trauben wurden reduziert und heraus kam ein klarer und mineralischer Vertreter seiner Art mit Pfeffernoten und frischen Apfel, der Spaß beimTrinken bereitet. Wer wissen möchte was in der Flasche ist kann auch mit dem Smartphone den QR-Code scannen um direkt auf detaillierte Informationen zu den einzelnen Weinen zuzugreifen. Für einen spielerischen Zugang hat Türk mit Kooperationspartnern aus Gastronomie und Handel ein Gewinnspiel entwickelt. Plakate, Weinflaschen sowie Codes mit gewinnbringenden Informationen sind Teil davon. In fünf ausgewählten Vinotheken und Restaurants exklusiv je Bundesland können so Weinpakete gewonnen werden.

Montag, 13. Juni 2011 - 12:34 Uhr
Wein und Pinchos aus dem Baskenland

Wer es noch nicht wissen sollte: Das Baskenland ist eine Region, die reich ist an vinophilen und kulinarischen Entdeckungen. In „Euskadi“, wie die Basken ihre Heimat nennen, liegen die Weinbaugebiete Rioja Alavesa und Txakoli. Essen ist eines der wichtigsten Identitätsmerkmale des Baskenlandes, denn die baskische Küche und ihre Zutaten erfreuen sich großer internationaler Bekanntheit. Namhafte Spitzenköche wie Juan Mari Arzak samt Tochter Elena und Martin Berasategui verbreiten stellvertretend den Ruf dieser Region und ziehen Genießer aus der ganzen Welt an.

Die Rioja Alavesa als Teilgebiet der weltbekannten DOCa Rioja liegt im Süden des Baskenlandes, gesäumt von der atemberaubenden Bergkette Sierra de Cantabria im Norden und dem Fluss Ebro im Süden. Zu 90 Prozent wird hier Tempranillo angebaut. Durch die lehm- und kalkhaltigen Böden und das atlantisch-mediterrane Mikroklima entstehen beeindruckende, rote Spitzenweine mit einzigartigem Charakter.

Weniger bekannt, aber nicht weniger entdeckenswert, ist die Weinregion Txakoli im Norden des Baskenlands. Die flache Gebirgskette, ein mildes atlantisches Klima sowie maximale Sonneneinstrahlung bieten optimale Voraussetzungen - vorwiegend für fruchtige, jung zu trinkende Weißweine aus der autochthonen Rebsorte Hondarribi Zuri.

Fisch von der baskischen Küste, vor allem der weiße und rote Thun, genießt einen ausgezeichneten Ruf – frisch oder in feinstem Olivenöl. Nur nach traditionellen Methoden einzeln gefangen, ist hier die Erhaltung der Fischbestände nachhaltig gesichert. Eine weitere Spezialität ist der Rohmilch-Schafskäse Idiazabal. Der leicht- bis mittelpikante Hartkäse wird geräuchert oder ungeräuchert hergestellt und trägt seit 1987 die geschützte Ursprungsbezeichnung der EU. Daneben überzeugt das Baskenland mit Anchovis, in Weißweinessig eingelegten milden Peperonis und feinstem Gebäck. Alle Qualitätsprodukte werden handwerklich hergestellt und sind weltweit im Feinkosthandel und in der Gastronomie vertreten.

Jetzt kamen die Produzenten der Weine und Pinchos und wenig später auch die Tourismusverantwortlichen an den Main. Beim Weintasting im Frankfurt Marriott blieb die Küche leider kalt und die Produkte wurden in ihrer Rohform präsentiert. In mehreren Seminaren brachte Master Sommelier Hendrik Thoma den Besuchern die Weine aus der Alavesa und dem Gebiet des Txakoli nahe.

Die Tourismusverantwortlichen der Region gingen mit mehr Engagement heran und präsentierten in der noblen Kameha Suite, dass das Baskenland nach Mode schmeckt. Der Modeschöpfer Cristóbal Balenciaga ist nämlich auch ein Sohn des Baskenlandes. Dem Sohn eines Fischers und einer Näherin, der 1895 in Getaria geboren wurde und vor knapp 40 Jahren starb, wurde im Juni ein eigenes Museum in seiner Heimatstadt gewidmet, das Königin Sofia persönlich eröffnete. Je 90 Stücke aus seiner Kollektion aus 1.200 Arbeiten wird dabei zeitweise präsentiert. Einige Stücke der Kollektion brachten die Basken mit an den Main. Auch die von baskischen Köchen für den Abend zusammengestellte Kollektion von Pinchos konnte sich sehen lassen: Tunfisch aus Getaria in einer Marinade aus Txakoli und Olivenöl standen dort neben einem Löffel mit Oktopus, Mango und Forellenkaviar, Kabeljau à la Pil-Pil mit Steinpilzen und schwarzem Salz oder der traditionellen "Gilda" aus Peperonis, Anchovis und Oliven. Dazu konnten die Weine, ein 2010er Gorka Izagirre der DO Txakoli und ein Crianza 2007 der Bodega Diez Caballero aus dem Örtchen Elciego zeigen, dass sie das Zeug haben die kleinen Löffelhäppchen gekonnt zu begleiten.

Einige Hotels, wie das von Frank Gehry entworfene Luxushotel des Weinunternehmens Marques de Riscal in Elciego und das faszinierende Designhotel Viura in Villabuena de Alava, das so aussieht, als hätte ein LKW mit einem Stapel Riesenkisten vor der mittelalterlichen Kircher des Dorfs zu scharf gebremst, stellten ebenfalls ihr Angebot vor und machen Spaß das Baskenland in naher Zukunft persönlich zu erleben.

Donnerstag, 5. Mai 2011 - 09:08 Uhr
Mit Barefoot Wine in den Sommer starten

Kick off your shoes and join the fun: So könnte man das Motto des kalifornischen Trendweins Barefoot beschreiben. Die Marke ist geeignet für die "Young at Hearts", die sich Spaß im Glas wünschen und Wein unbeschwert genießen wollen. Die Weine sind recht vollmundig im Geschmack von reifen Früchten und haben eine ordentliche Qualität, die international anerkannt wurde. Jetzt ist Barefoot Wine deutschlandweit im Handel und in einigen Szenelokalen erhältlich. Angeboten wird meloniger Pinot Grigio, erdbeerig-süßer Zinfandel Rosé und zimtiger Merlot: vollfruchtig, reichhaltig für jeden Geschmack und jede Gelegenheit. Bei den Weinen unter 15 US-Dollar ist Barefoot der am meisten ausgezeichnete kalifornische Wein in den USA und die am schnellsten wachsende Marke unter den Top 30-Markenweinen. Seit 2005 hat die Marke mehr als 1.500 Auszeichnungen erhalten.

Barefoot Wine ist erhältlich in den Rebsorten Pinot Grigio, Merlot und Zinfandel Rosé. Die unverbindliche Preisempfehlung im Einzelhandel für eine Flasche ist 4,99 Euro.

Mittwoch, 20. April 2011 - 16:34 Uhr
VDP-Weinbörse in Mainz

Das trifft man nicht oft in Deutschland Promis als Aussteller. In den USA, Neuseeland oder in Frankreich kommt es schon öfter vor, dass man beim Besuch im Weingut Stars wie Gerard Depardieu, Antonio Banderas oder Sam Neill begegnet. Jetzt steht mit Günther Jauch auch in Deutschland ein der Allgemeinheit bekanntes Gesicht parat und schenkte auf der Mainzer Weinbörse seinen ersten eigenen Weißwein aus und sorgte damit für verstärkten Andrang bei den Winzern von Mosel, Saar und Ruwer. Der Star-Moderator hat offenbar seine Leidenschaft für Wein entdeckt: Im letzten Sommer kaufte er das traditionsreiche Riesling-Weingut von Othegraven in Kanzem an der Saar. Mit seiner Frau Thea steigt er jetzt regelmäßig in den Weinberg, doch warnt er vor zu viel Hoffnungen auf seine Präsenz. „Solange man mich im Fernsehen noch sehen will, bin ich leider meist damit beschäftigt.“ Wir haben keine Zweifel, dass Jauch auch in Zukunft nur selten Zeit für sein Weingut finden wird.

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Biere, Beeren, Biofrüchte Frisches Obst, edle Weine, "Bio"-Kost: wer denkt da an Amerika? Die Antwort: Jeder, der schon einmal den Bundesstaat Washington im äußersten Nordwesten der USA besucht und dort die äußerst gesunde Küche erlebt hat, die sich all jener frischen Zutaten bedient, die Land und Meer hier in Hülle und Fülle hergeben! Freilich lässt sich solche Frische nicht exportieren: den authentischen Gourmetgenuss kann man nur vor Ort unverfälscht erleben.

 

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Breathable Glass

Als der riesige Karton mit den Gläsern bei uns eintraf war die Neugier groß. Schon zuvor hatten wir einiges über die neuen Gläser der Glashütte Eisch gehört. Eisch steht für traditionelles Handwerk und innovative Leidenschaft. Der Familienbetrieb verbindet heute mehr als 60 Jahre Erfahrung in der Produktion, Verarbeitung und Veredelung von Glas mit höchster Kreativität und Innovationskraft. Der Erfindungsreichtum richtet sich dabei nicht nur auf neue Formen, Farben und Muster: „Für das Breathable Glass haben wir eine Materialbehandlung entwickelt, die einen einzigartigen Effekt hat,“ sagt Eberhard Eisch, der als Geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen in dritter Generation leitet. Nicht alle Urteile von Freunden und Kollegen waren positiv. Einige halten die behauptung, dass Weine im Breathable Glass in wenigen Minuaten die volle Entwicklung von Bouquet und Aromen erreichen können und damit zeitaufwendiges Dekantieren entfällt.

Wir haben es deshalb getestet. Zum Einsatz kamen 1 Glas der "breathable" Serie für Rotwein und ein baugleiches Glas von Eisch ohne diesen Effekt. Der getestete Wein war ein 2004 Arte Series Cabernet Sauvignon vom Leeuwin Estate in Western Australia, ein Wein, der noch Luft benötigt, um sich vollkommen zu entfalten. Die Temperatur des Weines betrug 17 °C, der Wein mit Schraubverschluss wurde frisch geöffnet und 0,1 l in jedes der beiden Gläser gefüllt. Nach 5 Minuten wird Geruch und Geschmack der Gläser geprüft. In der Nase ist ein merkbarer Unterschied zwischen den "breathable" Glas und dem normalen Eisch-Glas festzustellen - die Aromen in den "breathable" Gläser wirken runder und wärmer. Ob es Einbildung ist oder nicht wollen wir feststellen, indem wir die beiden Gläser "blind" verkosten. Auch hierbei stellt sich heraus, dass das "Breathable Glass" deutlich herauszuschmecken ist. Am Gaumen zeigt der Wein noch stärkere Unterschiede. Die Aromen wirken breiter und die Aromen von Blaubeere und schwarzer Johannisbeere und dunkeler Schokolade treten hier noch stärker hervor und lassen die 14,5 % Alkohol vergessen. Für den Weissweintest wählen wir die vergleichbare Anordung miz zwei Gläsern, einem "breathable" und einem "non-breathable" von Eisch. Der Wein, ein 2006 Art Series Chardonnay, ebenfalls vom Leeuwin Estate (einer der besten Chardonnays Down Unders), kommt mit 10° C gekühlt auf den Tisch und wird zu je 0,1 l eingeschenkt. Auch dieses Mal können wir einen klar erkennbaren Unterschied im Aroma feststellen, der sich auch am Gaumen fortsetzt, wo die Granny Smith und Pampelmusen-Aromen deutlicher hervortreten und auch die zarten Anklänge an Zitonenblüten spürbar sind.

Unser Urteil: Es gibt durchaus einen Unterschied zwischen den "breathable" Gläsern und den "non-breathable"-Varianten. Dabei öffnet das Glas den Wein aber u.E. etwas anders, als eine längere Entwicklung an der Luft. Da das Ergebnis des Praxistest erfreulich für das "breatable" Glas ist, denn im Sensisplus Glas wird der Geschmackseindruck harmonischer und der Wein wirkt ausgewogener und eleganter, können wir zum Kauf raten. Wie ein späterer Einsatz der Gläser zeigte, erhöht sich die Wirkung besonders bei leichten Weissweinen ohne Holzeinsatz - optimal bei Riesling! und leichten Rotweinen, wie den eleganten Blauburgundern aus Deutschland.




Breathable Glass

Wodka mit Geschamck

Nicht ganz russisch, aber doch nahe dran. Klar, rein und finnisch – so wirbt FINLANDIA Vodka für frische Impulse im dynamisch wachsenden Wodka-Markt: Allein im letzten Jahr legte die Marke um knapp ein Drittel auf 450.000 verkaufte Flaschen zu. Dabei profitiert die junge Marke mit dem Nordlandflair von dem Image, das sie in Deutschlands Club- und Szenegastronomie aufbauen konnte. Durch diesen Erfolg auf den Geschmack gebracht, geht es ab November mit drei Varianten der flavoured Wodkas an den Start. Angeboten werden die Lime Fusion, Cranberry Fusion und – als Geschmacksrichtung eine absolute Neuheit auf dem deutschen Markt – Mango Fusion. Die Zitrus-Note reifer Limetten, das herb-fruchtige Cranberry- und das exotische Mango-Aroma harmonieren perfekt mit dem weichen Geschmack des Wodkas, der aus purer sechszeiliger Gerste gebrannt und mit kristallklarem finnischen Gletscherwasser auf Trinkstärke gebracht wird.

Dabei sind die Geschmacksvarianten voll im Trend. In den USA entfielen im vergangenen Jahr bereits rund 20 Prozent beim Wodka auf die aromatisierten Sorten. Der Trend schwappt mittlerweile nach Deutschland, wo der Lebensmittelhandel damit zweistellige Wachstumsraten hat. Hoch ist das Potenzial in der Szenegastronomie, wo die fruchtigen Wodkas bei Männern und Frauen gleichermaßen beliebt sind und pur, on the rocks oder als Basis für Cocktails und Longdrinks getrunken werden



Wein darf stehen

Dass man Wein unbedingt liegend lagern muss, ist ein Ammenmärchen. Das sagen zumindest die Weinexperten von der Forschungsanstalt Geisenheim, die in den letzten 20 Jahren Untersuchungen in Sachen stehende Weinlagerung unternommen haben.

Ergebnis: Der Korken trocknet dadurch nicht aus, sondern nimmt Wein auf. Grund dafür ist die hohe Feuchtigkeit im Kopfraum der Flasche. Außerdem sei der Weinverlust bei stehenden Flaschen geringer als bei liegenden und der Korken bleibt länger elastisch. Zum Teil verhindert werden, dass mangels direktem Kontakt Korkfehler in den Wein übergehen.




Weinregal Wein im Regal

Hawesko

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Vinotherapie

Wein, Trauben und ätherische Öle sind nur einige Zutaten der Treatments mit der französischen Kultmarke Caudalie. Hier werden Körperbehandlungen und Facials für ein ganzheitliches Erlebnis meist kombiniert. Ein sensorisches Feuerwerk ist das Crushed Cabernet Peeling. Ein sinnlicher Mix aus Honig, braunem Zucker, Traubenkernen und ätherischen Ölen wird von Kopf bis Fuß intensiv einmassiert und darf danach noch tief in die Haut einziehen. Nach dem Duschgang schließt eine kurze Ganzkörpermassage das Ritual ab - die Haut ist zart und der Körper völlig entspannt. Als Höhepunkt folgt das Vinoperfect Facial. Müde Haut wird buchstäblich wieder zu neuem Leben erweckt: Während man die ätherischen Öle des Caudalie-"Beauty Elixirs" tief einatmet, werden kleine eisgekühlte und heiße Basalt-Steine im Gesicht und auf dem Dekolleté platziert, im Anschluss wird mit ihnen massiert. Die folgende Radiance Mask läd den Teint mit neuer Energie auf, gleichzeitig sorgt eine Fußmassage für das Gefühl der absoluten Schwerelosigkeit. www.caudalie.com



Trentino Grappa

An Kenner und Laien gleichermaßen richtet sich das Progetto Vino Trentino der norditalienischen Provinz Trentino mit seiner neuen Grappa-Broschüre. Vom traditionellen Destillieren und professionellen Verkosten bis zur strengen Überwachung des edlen Tropfens informiert das Heft über die Welt des trentinischen Grappas – auch geografisch mit einer zweiseitigen Landkarte der Region. Nicht nur Liebhaber des Hochprozentigen, sondern auch Freunde alter Kulturen und Bräuche dürfte die Lektüre interessieren.

Uralte trentinische Tradition ist immer noch Grundlage der heutigen Destillation. „Lambicar“ lautet der dialektische Ausdruck der Trentiner Bergbevölkerung, mit dem sie ihre Kunst bezeichneten. In Kupfertöpfen kochte man den Trester und destillierte ihn mit verschlungenen Brennkolben – meist illegal. Bis heute halten mehr als 30 handwerkliche Brennereien an dieser Methode fest, wenn auch in etwas größeren Dimensionen: In Kupferkesseln wird der Trester erhitzt und die Dämpfe kondensiert. Die Einzelheiten bleiben jedoch das Geheimnis der Destillateure.

„Giovane“, „Riserva“ oder „Aromatica“ – je nach Lagerung und Verzehr entstehen die im Booklet beschriebenen Sorten des Grappas. Doch so viel Liebe die Trentiner auch in die Herstellung ihres „Acquavite“ investieren, bei der Qualitätskontrolle gehen sie mit besonderer Strenge vor. Erst nach ausgiebigen Gesundheits-Analysen in Kontrolllaboren sowie Degustationen durch spezielle Prüfkommissionen erhält der Grappa den Dreizack, das trentinische Prüfsiegel. Es wird vom „Instituto di Tutela della Grappa trentina“, dem „Institut zum Schutz des Trentiner Grappa“ vergeben und dient dem Schutz vor Nachahmung des Traditionsgetränks. Das Motto lautet deshalb: „Grappa mit Liebe erzeugt und mit Strenge kontrolliert.“ Eine Auflistung der Mitglieder des Instituto befindet sich im Anhang des Büchleins.

Und wozu trinkt man den kristallklaren Tresterschnaps am besten? Auch dazu weiß der Grappa-Wegweiser Rat. Ob als Dégistif nach dem Genuss trentinischer Spezialitäten oder als Zutat in Marmeladen, Soßen und Desserts: Der Trentino-Grappa hinterlässt überall seine feine Note. Die Grappa-Broschüre ist auf Anfrage unter trentinopresse@cc-pr.com erhältlich.




Grappa

Italien: Fachkundige Leitung durch die Maremma

Filippo Magnani - Der Inhaber von Fufluns Viaggi. Diplomiert in Wirtschaftswissenschaften und Tourismus an der Universität von Florenz, arbeitete er in den USA, in England, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien für große Organisationen ( Club Med, Westin Hotels, Relais & Chateaux, Kempinski Hotels) im Tourismusbereich und in der Gastronomie. Englisch, deutsch und französisch spricht er fließend. Beim Conseil Interprofessionel du Vin de Bordaux nahm er 2001 und 2002 an etlichen Kursen zum Thema Weinproben teil. Derzeit bereitet er sein" Master of Wine"-Diplom beim Wines & Spirit Education Trust in London vor. Ferner besuchte er Kurse über den Olivenöl bei der Associazione Olivicoltori Toscani.




Maganai Tours

Petra an der Strada del vino Costa degli Etruschi

An der Strada del vino Costa degli Etruschi und den anderen toskanischen Weinregionen entlang der Küste tut sich was. Erst im vergangenen Jahr hat der Selfmademan Vittorio Moretti, der in Brescia ein Vermögen mit vorgefertigten Beton-Bauelementen gemacht hat und der mit seinerm Weingut Bellavista in der lombardischen Franciacorta zu den führenden Produzenten von italienischen Spitzensekt gehört, in der Nähe von Suvereto ein altes Weingut erworben und dies mit neuen Weinbergen und einer State-of-The-Art-Winery vom Tessiner Stararchitekten Mario Botta ausgestattet.

Der Name des
Weinguts Petra kommt vom lateinischen "pietra" für Stein und soll die Solidität widerspiegeln, mit der Morettis Tochter Francesca das Projekt angehen wollen. Ziel der Winzer ist es in der Region einen der feinsten Tropfen der Gegend anzubauen. Petra Val di Cornia Doc Suvereto und Petra IGT Toscana sind in den kommenden Jahren zusammen mit extrafeinen Top-Olivenöl die hochgesteckten Ziele. Für die Bodenanlysen hat Moretti Prof. Attilio Scienza, einen Experten auf dem Gebiet der Landwirtschaftsforschung herangezogen und Mario Botta hat Morettis Gedanken dann architektonisch umgesetzt.

Petra liegt nahe Suvereto, inmitten der toskanischen Maremma. Das Anwesen breitet sich an einem Berghang über 300 ha aus und hat neben den neu gepflanzten Weinbergen einige ältere Weinberge des Vorgängerguts, Olivenbäume und Wald.

Bei den Weinen hat man sich beschränkt auf zwei Produkte: den Petra Val di Cornia Suvereto Rosso und den IGT Toscana. Der Val di Cornia Suvereit Rosso ist ein Wein aus einer Mischung von Sangiovese, Merlot und Cabernet Sauvignon. Der Name der Sangiovese-Traube, einer der ältesten Traubensorten Italiens, geht wahrscheinlich zurück auf anguis Jovis, das Blut von Jupiter. Der Wein wird sehr sorgfältig im Val di Cornia angepflanzt und ergibt nur geringe Erträge. Die Gärung geschieht durch Naturhefen und die weitere Behandlung des Weins findet in den großen Betonbehältern des Weinguts statt. Zur Lagerung kommt der Wein dann zum größten Teil in große slawonische Eichenfässer, während ein kleiner Anteil in französischen Barriques altert. Nach der Abfüllung ruht der Wein zehn weitere Monate in der Flasche. Er zeichnet sich aus durch eine schöne dunkelrote Farbe und ein ausgewogenes Bouquet an roten Beerenfrüchten mit leichten Kirschnoten. Der Wein zeigt eine deutliche Holznote, die aber gut integriert und nicht vordergründig ist und mit leichten Eukalyptusnoten zum Aroma beiträgt. Der Wein ist am Gaumen schön ausgewogen und sanft und zeigt ein schönes Wechselspiel von Gerbstoffen und Säure.

Der IGT Toscana verzichtet auf die Sangiovese Traube und setzt sich aus Merlot und Cabernet Sauvignon zusammen. Das verleiht ihm eine stärker internationale Note auch im Aroma und Geschmack. Bodenanalysen haben ergeben, dass die beiden Traubensorten gut auf dem Boden von Petra wachsen können und die ersten Weine bestätigen dies. So besitzt er die Eleganz und Sanftmut des Merlots mit ihrer Empfindsamkeit gegenüber trockenen Klima aus der Hügelzone und die Fruchtigkeit des Cabernet Sauvignons, der eher die vollen Böden der Ebene bevorzugt. Bei den neuen Weinen ab 2003 ist man dazu übergegangen, sie in offenen hölzernen Gärbehältern statt in Betontanks gären zu lassen und sie danach für 18 Monate in unterschiedlichen französischen Eichen-Barriques zu lagern. Weitere 18 Monate ruhen sie dann in der Flasche, bevor sie ausgeliefert werden. Der Wein ist von tiefroter Farbe und verströmt ein sehr intensives fruchtiges Bouquet, das stark an Marmelade erinnert. Am Gaumen führt das sehr intensive Kirscharoma und die begleitenden Kräuternoten zu einem kleinen Wettkampf im Mund. Die Eiche liefert durch die zum Teil kräftige Toastung des Holzes recht starke Vanille und Kakaotöne. Durch die sorgfältige lange Lagerung sind die Weine bereits gut ausgewogen und die Gerbstoffe sind keineswegs zu aggressiv. Das schöne Wechselspiel mit der Säure verspricht ein gutes Lagerungspotential über mehrere Jahre.

Als abrundendes Produkt, das man auch auf dem Dach des Botta-Gebäudes wiederfindet, stellt Moretti ein sehr wohlschmeckendes Premium Virgin Olive Oil aus den fünf regionalen Olivensorten her. Ölproduktion hat eine lange Tradition in Suvereto, wo es im Mittelalter nicht weniger als 16 Ölmühlen gab. Das Öl kommt von den 1200 Olivenbäumen des benachbarten San Lorenzo, die von Hand abgeerntet werden. Gelbe und grüne Reflexe machen sich erst dann bemerkbar, wenn man das Öl aus den formschönen Flaschen ausgießt. Neben der herrlichen Fruchtigkeit des Öls ist besonders der zartbittere Abgang ein ganz besonderes Geschmackserlebnis.




Petra Weingut Mario Botta

Die Weine Latiums

Wer eine Rundreise durch die Anbaugebiete des Latiums machen möchte, beginnt diese sinnvoll im Herzen der Region, dort wo sich die Geschichte und die Kultur der römischen Weine widerspiegelt: bei den Castelli Romani. Die Böden dort sind vulkanischen Ursprungs, und die Hügel rund um den Albanersee sind dadurch für den Weinanbau prädestiniert. Schon seit der Antike werden dort Weine produziert, die Geschichte geschreiben jaben. Der berühmteste Wein der Castelli hat den Weinanbau weltberühmt gemacht: der Frascati. Er macht ca. 40 % des Anbaus der Castelli aus. Schon die alten Römer schätzten den Weißwein und auch Päpste und Könige haben ihn genossen. Heute gibt es unterschiedliche Typen des Frascatis: den am weitesten verbreiteten trockenen, den extra trockenen, den halbsüßen, den Likörwein Canellino, den jungen Novello und den Spumante. Produziert wird er in den Orten Frascati, Grottaferrata, Monteporzio Catone, Montecompatri und Rom. An Frascati grenzt die DOC. Marino, die Weißweine produziert.

Wenn man die Rundreise fortsetzt gelangt man in die DOC Colli Lanuvini und zu den größeren DOCs Velletri und Cori. Hier können auch Rotweine hergestellt werden, wenngleich die Weißen vorherrschen. Die hauptsächlich vorherrschenden Reben sind Sangiovese, Montepulciano und Cesanese. Spuren antiken Weinanbaus können auch um Viterbo gefunden werden, wo im historisch bedeutsamen Tuscia, bereits die Etrusker erfolgreich Weinanbau betrieben. Produziert wird dort die DOC Orvieto und Est! Est!! Est!!! di Montefiascone. Darüber hinaus zählt die Provinz Viterbo zwei weitere DOCs: Colli Etruschi Viterbesi und Tarquinia. Erstere ist die weitläufigste und die jüngere der beiden, die seit 1996 anerkannt ist. Die Produktionsbestimmungen ermöglichen es den Winzern sich in unterschiedliche Richtungen zu entwickeln. Erlaubt sind Weiß-, Rot-, Likör-, Roséweine sowie Novello und Moscatello. Gleichviel Spielraum, wenn auch weniger Typologien, eröffnet den Winzern die DOC Tarquinia. Diese DOC befindet sich jeweils zur Hälfte in der Provinz Viterbo und Rom. Eine Nische, die sich zum See Bolsena hin öffnet ist das DOC Aleatico di Gradoli, bekannt für seine süßen Weine und Likörweine. In Vignanello, die an die Provinzhauptstadt Viterbo angrenzt und entlang des Tibers liegt, werden sowohl Weiß- wie Rotwein und Rosés produziert, besonders der Greco di Vignanello in seiner trockenen Variante und als Spumante. Weiter dem Tiber entlang gelangt man zur weitläufigeren DOC Colli della Sabina in der Provinz Rieti. Hier gibt es verschiedene Rot- und Weißweine sowie Rosés aus Trebbiano, Malvasia (del Lazio oder di Candia), Sangiovese und Montepulciano. Auf der anderen Seite des Tibers befindet sich das Anbaugebiet Castelli. Im Norden angrenzend wird die DOC Bianco Capena produziert. Die Verwendung dreier diverser Malvasiasorten (di Candida, del Lazio, toscana) und dreier Trebbianosorten (toscano, romano, giallo) ist eine Besonderheit dieser DOC, die diese Weißweine von anderen Weißweinen der Region Latium unterscheidet.
An der Küste und im Landesinneren wird die DOC Cerveteri von der deutlich größeren DOC Tarquinia umgeben. Auch dieser Name erinnert an die Präsenz der Etrusker in diesem Gebiet. Die Produktionsbestimmungen sehen sowohl Weiß-, Rot- und Roséweine, in einigen Fällen sogar halbsüße Weine und Novello, vor. Weitere DOC's liegen in Küstennähe in der Provinz Latina. Der Weinanbau wurde in diesem Gebiet vor ca. 60 Jahren von aus Tunesien heimkehrenden Italienern eingeführt. Eine sich hier befindende DOC ist Aprilia, die an die Castelli grenzt und zum Teil mit Ihr übereinstimmt. Daran wieder grenzt die DOC Nettuno, deren wohl interessantester Wein der Bianco Cacchione ist. Im Gebiet zwischen Frosinone und Rom wird die Rebe Cesanese in drei DOC's - Cesanese del Piglio ( die bekannteste), Cesanese di Afille und Cesanese di Olevano Romano - kultiviert. Weine, die aus der Cesanese gekeltert werden, haben einen ausgeprägten Körper und besitzen unverwechselbare Aromen.




Latium

11 Frauen und ihr Wein

Wenn Sie die Namen der Damen noch nicht kennen, wird es Zeit, zumal für Weinfreunde, denn was die Mitglieder von "11 Frauen und ihre Weine", wie zum Beispiel Birgit Braunstein aus Purbach am Neusiedler See keltern, kann sich durchaus sehen und schmecken lassen. Die amtierende Winzerin des Jahres präsentiert dort bei der Premiere höchstpersönlich ihre vollmundigen Rotweine, mit denen sie sich weit über das Burgenland hinaus einen Namen gemacht hat. Ihr Topwein trägt die Bezeichnung Oxhoft und ist ein Cuvée aus Zweigelt, Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon.




Birgit Braunstein

11 Frauen und ihr Wein, Teil 2

Mit dabei auch Heidi Schröck aus dem benachbarten Rust am Neusiedler See, die für ihren Ruster Ausbruch berühmt ist, den sie alle paar Jahre keltern kann und der sich durch seine harmonische Note und den schier endlosen Abgang auszeichnet. In Österreich ist sie durch ihren Weiun und ihr gewinnendes Wesen eine der bekanntesten Winzerinnen und war 2003 Winzerin des Jahres. Auf acht Hektar baut sie alte Reben des Welschriesling, Weißburgunder, Blaufränkisch und Zweigelt an und hat auch den ungarischen Furmint wieder in Österreich bekannt gemacht.

Die Dritte im Bunde, Birgit Eichinger aus Straß im Kamptal, kommt aus einem zu Unrecht weniger bekannten Gebiet als der benachbarten Wachau. Ihr Grüner Veltliner mit der feinen Apfelnote, der am Gaumen elegant seine Muskeln spielen läßt und zart nach Ananas und Pfirsich schmeckt, hat es bei Präsentationen schon tzu höchsten nationalen und internationalen Auszeichnungen gebracht.




Heidi Schröck

Der Gemischte Satz

Er gehört so unverzichtbar zur Wiener Weinkultur wie der Pinot Noir zum Burgund und der Riesling zur Wachau: der Gemischte Satz. Zur seiner Besonderheit gehört, dass er aus unterschiedlichen Traubensorten gewonnen wird, die im selben Weingarten wachsen und zusammen geerntet und vinifiziert werden. In der Riede Weissleiten stehen insgesamt elf Sorten auf 0,7 Hektar, darunter Weißburgunder, Grüner Veltliner, Riesling, Welschriesling, Traminer und Neuburger. Die insgesamt rund 30 Hektar große Lage Weissleiten gehört zur Großlage Nussberg, eingebettet auf rund 270 Meter Seehöhe zwischen Eichelhofweg und Eichelhofstraße, mit Blickrichtung Osten zur Donau hin. Das Kleinklima wird durch die thermische Abstrahlung der Großstadt im Rücken und die frische Luft vom Fluss bestimmt. Die Mischung führt zu einer späten Reifung der Trauben und zur Ausprägung von vielschichtigen Fruchtnoten. Der Boden besteht aus reinem Muschelkalk, der den Rebstöcken eine gute Entwässerung und tiefe Wurzeln ermöglicht und eine herrlich würzige Mineralik einbringt.



Weinbaustudienreise Navarra

Es gibt noch viel Neues zu entdecken. Das Königreich Navarra, im grünen Norden Spaniens gelegen, gehört sicher dazu. Sie finden hier eine abwechslungsreiche Landschaft, charmante Hotels, kulinarische Höhenflüge und nicht zuletzt eine interessante, aufstrebende Weinbaugegend. Navarra erzeugt typische Weine mit ganz eigener Prägung. Im nördlichen Teil Navarras findet man unter den Hängen der Pyrenäen ein lauwarmes, feuchtes Klima. Der Süden profitiert vom Mittelmeerklima des Rioja Baja. Lassen Sie sich entführen in eine reizvolle Region, in der Sie ganz sicher viel Neues entdecken werden...

Die Reise beginnt mit einem Flug ab Frankfurt nach Bilbao oder nach Zaragoza. Am Flughafen wartet ein moderner, klimatisierter Reisebus und eine deutsch-spanischsprechende Reiseleitung begleitet die Tour. Ziel des ersten Tages ist Pamplona, die Hauptstadt des Königreichs Navarra. Durch Ernest Hemingways Liebeserklärung an die Stadt, den Roman „Fiesta“ wurde Pamplona weltberühmt. An vielen Ecken der Stadt erinnern Plätze und Gebäude an den Schriftsteller. Bei einen Kaffee im schönen Café Iruña, dem Lieblingscafé Ernest Hemingways kann man den Spaziergang auf seinen Spuren durch die Altstadt unterbrechen. Auf der rund 800 Meter langen Strecke von den Stallungen der Stiere bei Santo Domingo zur Arena rennen waghalsige junge Männer Anfang Juli im Rahmen der Fiesta „San Fermín“ in halsbrecherischem Tempo vor den Stieren her. Ein „Muss“ ist auch der Besuch einer der unzähligen Bars, wo leckere „Pinchos“, die navarresische Variante der spanischen Tapas auf Genießer warten. Dazu ein erstes Gläschen Wein aus Navarra. Übernachtet wird in einem guten Mittelklassehotel im Raum Pamplona.




Puente la Reina

Am nächsten Tag lernt man nach dem Frühstück zwei Weinanbaugebiete südwestlich von Pamplona kennen: Valdizarbe und Tierra Estella. Dieses Gebiet liegt auf rund 550 Metern Höhe und wird noch vom feuchten Klima der Pyrenäen beeinflusst. Nach einer Weinbaufachbesichtigung im Raum Pamplona, in der Bodega Otazu in Echauri geht es auf dem Weg nach Puente la Reina. Zeit für eine Rast bei der Wallfahrtskirche Sta. Maria de Eunate. Das kleine Gotteshaus aus dem 12. Jahrhundert hat einen achteckigen Grundriss und wird von einem Säulengang umgeben, der ihm einen ganz eigenen Reiz verleiht. Ein paar Minuten später in Puente la Reina kann man durch das historische Städtchen bummeln. Der Ort verdankt seinen Namen einer romanischen Steinbrücke, da hier zwei Hauptwege des Jakobswegs aufeinandertreffen und gemeinsam weiter nach Santiago de Compostela führen. Der Nachmittag gehört wieder dem Wein mit Besichtigungen im Raum Estella. Sehr gediegen dabei die Bodega Senorio de Arinzano, eine Bodega, die sowohl durch ihre Weine als auch durch ihre Architektur zu beeindrucken weiß. Abendessen in einem netten Restaurant unterwegs und Übernachtung im Raum Pamplona. Am dritten Tag geht die Fahrt ins Anbaugebiet Ribera Alta, nördlich des Ebro. In Tafalla lohnt die Besichtigung der Paläste und der Iglesia de Santa Maria und in Olite erinnert die eindrucksvolle Burg, in der die letzten Könige von Navarra lebten, an die einstige Macht dieser Region. Die Burg wurde im Stil der französischen Spätgotik mit Türmen, Erkern und Gartenanlagen erbaut und ist heute noch sehr gut erhalten. In einem der Flügel hat sich heute ein Parador breitgemacht, in dem Gäste im historsicher Umgebung übernachten können. In Olite befindet sich auch die Forschungsanstalt für Weinbau und Önologie, EVENA. Das moderne Labor war für die Entwicklung der DO Navarra von entscheidender Bedeutung. Einen Besuch lohnt auch das Weingut Ochoa, ein international anerkannter Familienbetrieb in Olite. Am Nachmittag geht es weiter in das mittelalterliche Dorf Ujue und zum schön gelegenen San Martín de Unx. Die Übernachtung erfolgt im Raum Olite. Am nächsten Morgen geht es weiter nach Süden, in die Ribera Baja. Die Landschaft wandelt sich und auf dem fruchtbaren, eisenhaltigen Lehmboden wächst im trockenen, mediterranen Klima bestes Gemüse. Einer der Gründe dafür, dass in Navarra so viele Gemüsegerichte wie sonst nirgendwo in Spanien genossen werden. Die Ribera Baja ist das größte Weinanbaugebiet Navarras und Heimat der meisten Weinkeller. Am Vormittag geht es bei der Fahrt durch den Nationalpark „Bardenas Reales“ duuch eine bizarre Wüstenlandschaft. Beeindruckende Felsformationen wachsen aus dem trockenen, steinigen Boden und bezaubern den Gast mit einer der interessantesten Gegenden der iberischen Halbinsel. Bei Besichtigungen kann man vor Ort die Weine des Ribera Baja-Gebiets kennenlernen. Am späten Nachmittag geht es zurück nach Tudela, vorbei an prachtvollen Palästen und der Kathedrale Santa Maria mit ihrem imposanten Türmen und Portalen, wo auch übernachtet wird.
Je nach Flug kann man am Vormittag noch ein weiteres Weingut besuchen oder muss sich auf den Weg druch die Berge zum Flughafen Bilbao machen, von wo der Rückflug nach Deutschland erfolgt. Eine Reise wird organisiert won Weinreisen Württemberg anton@reiseanton.de




Olite

Der beste Wein Australiens

Als renommierteste Auktions- und Handelshaus für Top-Weine in Australien ist Langton (www.langtons.com.au) mit Sitz in Melbourne und Sydney schon lange in Sachen Wein aktiv und bietet die gesuchtesten Weine aus der ganzen Welt in Auktionen oder en Primeur an. Rund 6.000 Sammler und Weinliebhaber weltweit nützen das Unternehmen als zuverlässige Einkaufs- und als Informationsquelle. weiter...




Andrew Caillard MW

Gallo und seine Weine aus dem Sonoma County

Die Weine können sich durchaus sehen lassen. Vorbei die Zeiten, wo Gallo - immer noch Marktführer im Massenweinsegment - nur auf Menge setzte. Der Sonoma Selection Chardonnay, von Gründerenkelin Gina Gallo als Kellermeisterin gepflegt, hat nur einen Hauch von französischer Eiche gesehen und verströmt wundervoll fruchtige Aromen ohne buttrige Schwere mitschleppen zu müssen. Für den Wein werden Trauben aus den Gallo-Weinbergen im küstennahen Sonoma County selektiert. Aber auch Einzellagenweine hat Gallo im Angebot. Der Laguna Ranch Chardonnay vom Russian River ist einer dieser Weine mit „kühlem“ Klima, da der dortige Weinberg kühler als die im Sommer brennend heißen Nachbarregionen liegt. Lange Zeit erachteten die Siedler das dortige Klima als für den Weinbau zu kühl und haben erst vor etwa zwanzig Jahren die Bedeutung des kühlen Klimas für delikate und aromaintensive Weißweine entdeckt. Heute sind dort auf rund 5000 ha überwiegend Chardonnay und Pinot Noir angepflanzt. Nach kühlen Nächten legt sich ein für die Gegend typischer Morgennebel schützend über den Trauben und erst gegen Mittag schafft es die Sonne durchzubrechen und dem Wein die für die Entwicklung notwendigen Temperaturschwankungen zu bringen. In dem golden schimmernden Wein mit frischen Zitrusaromen spürt man schon stärker die Tannine französischer Barriques. Der Wein erinnert stärker als irgendein anderer amerikanischer Wein an die Ursprünge der Traube im französischen Burgund. Die Gallos sind stolz auf den Wein, der schon öfters als bester Chardonnay ausgezeichnet wurde. Auch der Sonoma Selection Cabernet Sauvignon, bei Mundus Vini mit Gold prämiert, hat schöne, für die Traube typische Fruchtaromen von schwarzer Johannisbeere, Brombeere und einen Hauch frischen Pfeffers. Die Tannine sind gut integriert und verschaffen dem Wein einen kräftigen, festen Körper. Interessant auch der Copperidge Vineyards Zinfandel Rosé. Die von süditalienischen Primitivo abstammende Traube hat sich in Kalifornien sehr positiv entwickelt und schmeckt auch in der rosé ausgebauten Version so gut, dass Mundus Vini ihm im vergangenen Jahr mit einer für Roses seltenen Silbermedaille belohnte.




Gallo-Weine


Neue Weine
Zu Gast in Tokay