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Donnerstag, 24. November 2011 - 14:42 Uhr
50 Jahre "Tribüne" aus Frankfurt
„Zeitschrift zum Verständnis des Judentums“ heißt die „TRIBÜNE“ im Untertitel. Sei einem halben Jahrhundert leitet ihr Gründer, Otto Romberg, die Zeitschrift, deren 200. Ausgabe nun erscheint. Anspruchsvoll und kritisch ist die vierteljährliche Publikation, in der gerne auch prominente Autoren Essays veröffentlichen oder aber sich Interviews stellen.
Die korrigierten Druckfahnen für die nächste Ausgabe – es ist die zweihundertste – liegen bereits auf seinem Schreibtisch. Otto Romberg hält nicht inne, gestattet sich, trotz des Jubiläums, keinen Augenblick selbstzufriedener Rückschau. Er arbeitet einfach weiter, so wie er es in den vergangenen 50 Jahren immer getan hat. Seit einem halben Jahrhundert leitet er nun von seiner Wohnung im Frankfurter Osten aus die Redaktion der Zeitschrift „TRIBÜNE“, als deren Herausgeberin seine Frau Elisabeth Reisch fungiert. „Mit einem lachenden und weinenden Auge“ blicke man auf diese lange Zeit zurück, heißt es auf der Homepage der „Zeitschrift zum Verständnis des Judentums“. So ist man einerseits natürlich stolz auf die kontinuierliche Publikation anspruchsvoller und kritischer Texte, zu denen auch zahlreiche Essays prominenter Autoren und unzählige Interviews mit den führenden Köpfen aus Politik, Wirtschaft und Kultur zählen.
Ressentiments und Vorurteilen begegnen
Andererseits bleibt schmerzlich zu konstatieren, dass der Anlass, um dessentwillen die Zeitschrift Anfang der 60er Jahre gegründet wurde, bis heute nichts an Aktualität und Bedrängnis verloren hat. Hakenkreuzschmierereien, die 1959 an mehreren Synagogen im Köln-Bonner Raum entdeckt worden waren, hatten gezeigt, dass der Antisemitismus in Deutschland nach dem Nationalsozialismus weiter existierte, „auch ohne Juden“, wie Romberg mit leisem Sarkasmus kommentiert. Nach der Shoah, nach der Ermordung von sechs Millionen Juden, lebten Ende der 50er Jahre nicht mehr als einige Tausend Juden in der Bundesrepublik; die meisten von ihnen wollten weiter, nach Amerika oder Israel. Romberg selbst stand damals auch vor der Wahl: das Land zu verlassen oder zu bleiben und etwas gegen diesen alten, neuen Hass zu tun. Er blieb und gründetet die „TRIBÜNE“, weil er bis heute unerschütterlich darauf vertraut, dass es nur einen Weg gibt, Intoleranz, Ressentiment und Vorurteil zu begegnen: durch Information und Aufklärung. „Unsere Absicht ist es, die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Lage der Juden weltweit darzustellen“, erläutert er. Die Situation Israels spielt dabei natürlich eine besondere Rolle. In Tel Aviv setzt sich ein eigener Korrespondent im Auftrag der „TRIBÜNE“ durchaus kritisch mit dem Tagesgeschehen im Lande auseinander, dort wird die Zeitschrift sehr viel und intensiv gelesen, vor allem von deutschen Einwanderern, die in zahlreichen Leserbriefen die publizierten Texte kommentieren.
Die Reichweite ist enorm
Die „TRIBÜNE“ erscheint vierteljährlich, in einer Auflage bis zu 7.000 Exemplaren, wesentlich wichtiger aber ist ihre Reichweite, und die ist enorm. In Universitätsbibliotheken wird ein Heft mitunter von bis zu 70 verschiedenen Lesern ausgeliehen. „Wir setzen auf diese Multiplikatoren“, sagt Otto Romberg, und darauf, dass Pädagogen und Dozenten die Erkenntnisse aus der Lektüre an ihre Schüler und Studenten weitergeben. „Wenn wir einen erreichen“, so Rombergs Überzeugung seit 50 Jahren, „dann haben wir unser Ziel erreicht.“ Dass der gebürtige Budapester, der 1956 nach dem gescheiterten Aufstand in Ungarn zunächst nach Wien geflüchtet war, den Beruf des Journalisten wählte, verdankt sich einem Zufall. Eigentlich sei er Ton-Ingenieur, erzählt der 78-Jährige. Bei einem Radiosender, für den er arbeitete, sei er dann aber einmal für einen nicht erschienenen Reporter eingesprungen - der Anfang eines sehr erfolgreichen Quereinstiegs. Denn bis heute finanziert sich die Zeitschrift allein durch den Verkauf und über Anzeigen: „Wir haben in 50 Jahren keinen einzigen Cent an Subvention erhalten“, betont Romberg, und man spürt, wie wichtig ihm diese Unabhängigkeit ist, wichtiger noch als der Leo-Baeck-Preis, der ihm 1996 als Anerkennung seiner publizistischen Leistung verliehen wurde.
Prominente Stimmen in der Jubiläumsausgabe
Zurückhaltend, wenn man ihn zu seiner Person befragt, wirkt Otto Romberg umso lebhafter, sobald er über Politik sprechen kann. Sein Fazit nach 50 Jahren intensiver Beobachtung der bundesrepublikanischen Wirklichkeit: Kein anderes Land habe sich so entschieden bemüht, die eigene Geschichte aufzuarbeiten. Dennoch wünsche sich die Mehrheit, dass „endlich“ ein Schlussstrich gezogen werde, sei die Stimmung gegenüber Israel gerade im Augenblick besonders negativ: „Jeder zweite Europäer glaubt, dass, wenn es jetzt zu einem Krieg käme, Israel der Auslöser wäre. Das finde ich alarmierend.“ Romberg weiß, dass hierin eine Diskrepanz zur offiziellen Politik besteht, an deren aufrichtiger Verurteilung jeglicher Form von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit er nicht zweifelt. Beeindruckend liest sich daher auch das Inhaltsverzeichnis der kommenden Jubiläumsausgabe: „Hand in Hand zum Frieden“, ist Bundeskanzlerin Angela Merkels Interview betitelt, und Bundespräsident Christian Wulff hat einen Gastbeitrag geschrieben. Innenminister Hans-Peter Friedrich, Wolfgang Thierse, Berthold Huber und Claudia Roth sind ebenfalls mit Interviews vertreten. Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, hat die Festansprache verfasst.
Ein Symposium zum 50. Geburtstag
In einem Symposium, das am 1. Dezember unter Leitung des renommierten Historikers Peter Steinbach in der Deutschen Nationalbibliothek stattfinden wird, sollen außerdem 50 Jahre „TRIBÜNE“ einer kritischen Retrospektive unterzogen werden.
Barbara Goldberg/ Stadt Frankfurt am Main, Presse- und Informationsamt
Freitag, 11. November 2011 - 15:51 Uhr
Erfolgreiche Airport Media Lounge

Flughafenvertreter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich in der Initiative Airport Media (IAM) zusammengeschlossen haben, trafen sich am gestrigen Abend zu einer neue Veranstaltungsreihe am Frankfurter Flughafen: Unter dem Titel „Airport Media Lounge meets Marketing Club Frankfurt“ kamen rund 200 Gäste zur Premiere, um die Wachstumsbranche Airport einmal jenseits der gewohnten Check-in- und Boarding-Routine zu erleben. In Kooperation mit dem Marketing Club Frankfurt lud die IAM Marketingexperten aus Unternehmen und Agenturen zum Schwerpunktthema „Mikrokosmos Airport – wie tickt die mobile Zielgruppe Passagier?“ ein.
Unter der Moderation von Peter Lückemeier von der FAZ diskutierten Gunnar Heinemann von dem gleichnamigen Duty Free Shopbetreiber, der Markenexperte Ingo Krauss, der Lederproduzent Georg Picard, GfK-Manager Roland Gaßner und Simone Schwab von der Fraport-Werbetochter Media Frankfurt. Bei Live-Musik nutzten die Gäste das anschließende Get-together für Meinungsaustausch und Networking bei weitläufigem Vorfeldblick.
Damit will IAM Flughäfen als Werbestandorte stärken und die Netzwerkbildung zu fördern. Bereits heute erreicht man allein an deutschen Verkehrsflughäfen über 190 Mio. Passagiere. Lange Verweilzeiten, attraktive Zielgruppenprofile und exklusive Einkaufs- und Erlebnisumfelder haben Flughäfen in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus von Unternehmen für ihre Marken- und Produktkommunikation gerückt. Geplant ist die Veranstaltung jährlich an wechselnden Standorten jeweils mit Partnern durchzuführen.
Montag, 13. Juni 2011 - 12:16 Uhr
Positive Förderbilanz derLandwirtschaftlichen Rentenbank

Zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2011 zeigte sich der Vorstand der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt, ebenso wie mit dem Jahresabschluss 2010.
Dies gilt sowohl für die Fördertätigkeit als auch für die Ertragsentwicklung. „Die Belebung der Investitionstätigkeit in der Landwirtschaft hatte im ersten Quartal 2011 eine deutliche Steigerung der Förderkredite zur Folge", so Vorstandsmitglied Dr. Horst Reinhardt. Wegen der günstigeren Wirtschaftslage im Agrarbereich seien Liquiditätshilfedarlehen deutlich weniger nachgefragt als im Vorjahr. Das Zusagevolumen bei Programmkrediten habe mit 1,2 Mrd. € dennoch das hohe Niveau des Vorjahres erreicht. Zufrieden äußerte sich Reinhardt auch über das Emissionsgeschäft: „Unsere Emissionen waren bei internationalen Investoren und Zentralbanken sehr gefragt. Mit 4,6 Mrd. € haben wir fast die Hälfte unseres Mittelbedarfs zu günstigen Konditionen eingedeckt". Vorstandsmitglied Hans Bernhardt erläuterte, dass sich Zinsüberschuss und Betriebsergebnis weiter auf dem hohen Vorjahresniveau bewegten. Für die weitere Entwicklung im laufenden Jahr gab Bernhardt einen optimistischen Ausblick: „Trotz Normalisierung bleibt unsere Ertragslage auf hohem Niveau. Wir verfügen über eine gute Basis für unsere Fördertätigkeit und können Förderangebote auch steigenden Finanzierungsbedarf anpassen". „Als Förderbank leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Kreditversorgung im Agrarsektor", so Horst Reinhardt.
Mittwoch, 4. Mai 2011 - 20:03 Uhr
Bausparboom sorgt für gutes LBS Neugeschäft

Einen Bausparboom konnte die Landesbausparkasse Hessen-Thüringen im Jahr 2010 verzeichnen, der ihr ein kräftiges Plus beim Neugeschäft brachte. Um über 55 Prozent stieg die Anzahl der abgeschlossenen Verträge auf 32.281, wie Peter Marc Stober, der Sprecher der Geschäftsleitung bei einer Pressekonferenz mitteilte. Weniger kräftig stieg die Bausparsumme, doch war auch dort mit einem Plus von fast 40 Prozent ein Anstieg auf über 0,6 Milliarden Euro zu verzeichnen. Stolz verwies Stober auf den um saftige 4,9 Punkte auf 34,7 Prozent gestiegenen Marktanteil. Den Grund sieht Stober im anhaltenden Interesse an Wohneigentum als sicherer Wertanlage. Ein Großteil der neuen Verträge sei dabei mit jungen Menschen unter 25 Jahren abgeschlossen, die man mit einem Spezialtarif gewinnen konnte. Nach Stober kann es gerne so weitergehen und die Chancen dafür sehen nicht schlecht aus, denn auch das laufende Geschäftsjahr läuft gut an. Erneut gab es im ersten Quartal eine Steiergung des Vorjahreswertes um 30 Prozent bei den Verträgen und von 16 Prozent bei der Bausparsumme. Auch die Nachfrage nach Gebraucht-Immobilien nimmt weiterhin zu, doch gebe es deutliche Unterschiede zwischen dem Umland von Frankfurt und wirtschaftlich schwächeren Gebieten in Nordhessen und Thüringen. Die energetische Sanierung dürfte dem Bausparen einen zusätzlichen Schub verleihen.
Das gestiegene Neugeschäft hatte allerdings auch negative Auswirkungen, denn es senkte das Betriebsergebnis, das mit 12,6 Millionen Euro unter Vorjahrsergebnis lag. Der Grund dafür ist der Rückgang des Provisionsüberschusses.
Donnerstag, 31. März 2011 - 22:33 Uhr
Frankfurt heißt EIOPA willkommen

Hessen setzt auf die Versicherungen, damit sich der Finanzplatz Frankfurt zu einem Zentrum für Finanzmarktregulierung und Risikomanagement weiter entwickelt. Seit 2011 hat die neue EU-Versicherungsaufsicht Eiopa ihren Sitz in Frankfurt. Dazu richtet das House of Finance der Goethe-Universität ein „International Center für Insurance Regulation“ ein, dessen Direktor Helmut Gründl, auch die Eiopa berät. Das Kompetenzzentrums soll ein Netzwerk für Forschung und Lehre schaffen wünscht sich Europaminister Jörg-Uwe Hahn, der die neue Versicherungsaufsicht Eiopa jetzt offiziell begrüßte. Er hofft dadurch auf eine weitere Optimierung des Frankfurter Finanzplatzes. Hahn möchte die Forderung des Europäischen Parlaments unterstützen, die europäischen Aufsichtsbehörden stärker in Frankfurt zu konzentrieren.
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Sachwerte sind wieder "in" "Sachwerte sind wieder in"", betonte Peter Marc Stober, Sprecher der Geschäftsleitung der Landesbausparkasse Hessen-Thüringen, bei der Jahrespressekonferenz des Instituts. "Besonders gefragt ist n...
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"Grüner" Airport? Eine "nachhaltige, an gesellschaftspolitischer Verantwortung orientierte Unternehmenspolitik" und eine "kreative Service-Offensive" sollen nach Angaben des neuen Vorstandsvorsitzenden der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, neben dem Flughafenausbau die Agenda 2010 des Frankfurter Flughafenbetreibers bestimmen. Damit will man sich besser aufstellen für die Zukunft. Nicht einfach für einen der internationalen Knotenpunkte des Weltluftverkehrs. weiter...
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Kindermalwettbewerb bei Trifels Der fünfte Frankfurter Kindermalwettbewerb des für die regionalen Gelben Seiten zuständigen Trifels Verlags unter dem Motto "Meine Freunde" lockte auch dieses Jahr wieder viele Kinder an die Zeiche...
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Rentenbank mit Ergebnis zufrieden Mit dem bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2009 zeigte sich Dr. Marcus Dahmen, Sprecher des Vorstandes der Rentenbank, Frankfurt am Main, anlässlich der Bilanzpressekonferenz über den Jahresabs...
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Hund, Katze, Ratte & Co. Vielleicht liegt es an der engen Beziehung zwischen Tier und Mensch: Auf kaum einem anderen Rechtsgebiet wird so heftig gekämpft und gestritten wie bei der Tierhaltung in Eigentums- und Mietwohnungen. Mal geht es um die Frage, ob generell Lebewesen zugelassen sind, die die Größe eines Hamsters oder Wellensittichs überschreiten. Mal wollen Menschen ihre Wohnung ausgerechnet mit Exoten wie Schlangen und giftigen Fröschen teilen und stoßen damit auf Widerstand. In aller Regel sind es unangenehme Geräusche und Gerüche, welche die Nachbarn stören. Manchmal ist es auch die Angst, eines der Tiere könnte ausbrechen und zur Gefahr für die Mitglieder der Wohngemeinschaft werden. Der Infodienst Recht und Steuern der LBS hat in seiner aktuellen Sonderausgabe einige Urteile von Gerichten gesammelt, die sich mit diesem Thema befassen.
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Luxuskosmetik trotzt der Krise Rosig sehen die Aussichten auch für die Luxuskosmetik nicht aus. Dazu ist Stephan Seidel, Präsident des Branchenverbandes VKE und Geschäftsführer von Clarins, viel zu realistisch. Doch angesichts der dramatischen Einbrüche in anderen Branchen kann er sich nach einem erfreulichen Wachstum von 1,9 Prozent im Jahr 2008 auch mit einem Umsatzrückgang von eher 4 als 2 Prozent im laufenden Jahr noch als Gewinner fühlen. 2008 jedenfalls konnten die führenden 50 Unternehmen des selektiven Kosmetikvertriebs der Finanz- und Wirtschaftskrise trotzen und ihre Umsätze in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld steigern.
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Erneuerbare Energien |
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Türkischstämmigen Deutschen droht Ausbürgerung |
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Zehntausenden von in Deutschland eingebürgerten Türken droht nach Recherchen des NDR der Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft. Grund für den Verlust sei die Tatsache, dass zahlreiche Türken nach ihrer Einbürgerung in der Bundesrepublik zusätzlich einen türkischen Pass erworben haben. Seit der Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes im Jahr 2000 gilt die Regelung, dass Personen mit Erwerb einer weiteren Staatsbürgerschaft automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit verlieren. Allein in Hamburg sind nach Auskunft der Initiative "Kein Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft" mehrere tausend Türken betroffen. Zur Zeit tauchen vermehrt Fälle auf, da die jetzige Regierung in Ankara im Rahmen ihrer Bemühungen um die EU-Mitgleidschaft nicht mehr versucht, bei Auszügen aus Personenregistern die Tatsache der türkischen Wiedereinbürgerung zu verschleiern, so der NDR. "Wir haben bisher pro Monat etwa zwei bis drei Fälle, in denen wir den Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft feststellen", erklärte der Sprecher der Ausländerbehörde Hamburg, Norbert Smekal, gegenüber dem NDR.
Ihren türkischen Pass hätten die meisten Türken über das für sie zuständige örtliche Konsulat zurückerlangt. Die türkischen Konsularbeamten hätten die Pässe nach Angaben der Hamburger Initiative freigiebig ausgehändigt und die Antragsteller sogar dazu ermutigt, ihre türkische Staatsangehörigkeit zurückzuerlangen. Eine Vertreterin des türksichen Generaslkonsulats erklärte, dass nach türkischen Gesetzen eine doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt sei.
Die türkische Zeitung "Hürriyet" hatte in der vergangenen Woche darüber berichtet, dass rund 100.000 Türken in Deutschland ihre deutsche Staatsbürgerschaft wieder verloren hätten, weil sie sich nach ihrer Einbürgerung erneut einen türkischen Pass besorgt hätten. Das Bundesinnenministerium in Berlin konnte keine genauen Zahlen nennen, bestätigte aber, dass eine größere Anzahl von Türken betroffen sei. Durch "eine etwas seltsame Praxis" der türkischen Regierung sei es zu diesem Problem gekommen, so eine Sprecherin. Die türkische Regierung habe jedoch zugesagt, diese Praxis zu ändern. Warum türkische Behörden den Rückerwerb der türkischen Staatsbürgerschaften trotz Wissens um die Rechtsfolgen vorangetrieben haben, ist umstritten. Die wieder ausgebürgerten Türken können nach Angaben der Hamburger Ausländerbehörde einen Antrag auf Wiedereinbürgerung stellen. Sie müssen allerdings für die Zwischenzeit eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.
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Mehr Selbstbestimmung bei Sterbehife |
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Die Mehrheit der Bundesbürger befürwortet die aktive Sterbehilfe: 55 Prozent wünschen sich, dass jeder Einzelne frei entscheiden kann, ob er sein Leben beenden will und wessen Hilfe er dazu sucht. 30 Prozent meinen, dass Sterbehilfe nur einem Arzt vorbehalten sein sollte. Ein gesetzliches Verbot der aktiven Sterbehilfe, wie es zur Zeit besteht, finden nur 13 Prozent gut. Das ergab eine Umfrage es Meinungsforschungsinstituts Emnid für den Nachrichtensender N24. Zugleich würde eine deutliche Mehrheit eine verbindliche Patientenverfügung begrüßen: 68 Prozent wünschen sich, dass der Einzelne verbindlich für Ärzte und Verwandte festlegen kann, wie er ärztlich versorgt werden möchte, falls er es im Krankheitsfall nicht mehr selber entscheiden kann. Nur 26 Prozent finden, es sei besser, dass Arzt und Verwandte die letzte Entscheidung über lebensverlängernde Maßnahmen treffen.
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Internet-Werbung immer beliebter |
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Der Internet-Marktforscher Nielsen//NetRatings ermittelte, dass die Zahl der Banneranzeigen im europäischen Internet um rund ein Viertel, von 76.375 im November 2003 auf 94.939 im November 2004, gewachsen ist. Das stärkste Wachstum verzeichneten Schweden, Frankreich und die Niederlande. Die Zahl der Online- Werbekunden stieg in diesem Zeitraum um 11 Prozent, von 15.716 auf 17.441. Auch bei den Online-Kampagnen konnte ein vergleichbarer Anstieg festgestellt werden. "Die Ergebnisse zeigen zunehmendes Vertrauen in die Online-Werbung und einen gesteigerten Stellenwert der Online-Werbung bei Werbestrategien", stellte Nielsen fest. Deutschland, Frankreich und Großbritannien dominieren die Top 15 Werbekunden im November 2004 in Europa. Das Online-Auktionshaus Ebay führt die Rangliste in Deutschland mit 432 Kampagnen im November an, ist aber auch in anderen Ländern auf den vorderen Plätzen. Rang zwei eroberte PriceMinister mit 121 Kampagnen in Frankreich. Suchmaschinen und Portale dominieren die Top 15 Rangliste der Web-Sites, auf denen Werbung geschaltet wird. Die Liste besteht zu einem Drittel aus britischen Web-Sites, doch auch italienische Web-Sites finden sich vermehrt im Ranking. Die Top 15 Web-Sites in Europa führt Deutschland mit Meine Stadt, ein Webportal mit dem Motto "da ist ganz Deutschland drin". Über 1100 Kampagnen wurden dort im November umgesetzt.
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Investieren in Wein? |
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Es gibt kein Land mit einer derart alten durchgängigen Weintradition wie Italien. Die Spitzenweine des Lands wo (mit Goethe) die Zitronen blühen sind mittlerweile oft recht teuer, doch es gibt immer wieder lukrative Geheimtipps. Bei der Preisentwicklung hält sich das schöne Italien an die Weltspitze. Vielfach werden die Preise von einem der Winzer vorgegeben und die andern folgen treu. Schon die Römer hatten ein exzellentes Händchen bei der Vinifizierung und schafften es einige Weine über 100 Jahre altern zu lassen ohne schlecht zu werden. Ein Problem für den italienischen Wein - wie übrigens auch für den deutschen - ist die Vielzahl von unterschiedlichen Weinbauregionen und DOCs. Frankreich, die Marktführer in Sachen Weinproduktion, haben es da schon etwas leichter, wenn man sich auf die Roten konzentriert und mit großen produzierten Mengen nur zwischen Bordeaux und Burgunder unterscheidet. 2003 konnte Italien im Weinexport den ewigen Rivalen überholen. Heraus stachen vor allem das Piemont mit edlen Barolos und Barberas, die schnell das Interesse von Genießern und Investoren in aller Welt weckten auch außerhalb Italiens weckte. Auch der berühmte Chianti Classico und die südlichen Schwestern von Montepulciano und Montalcino haben international ihren Ruf, wogegen ebenbürtige Weine des Veneto und der Lombardei immer noch verkannt sind. Stärker in die Wirtschaftspresse kommen in den letzten Jahren die Supertuscans, mit dem Sassicaia, Sena und wie sie alle heißen. Zum Teil kommen sie aus gutem alten Stall, zum anderen Teil wurden sie von kapitalkräftigen Finanz- und Industrietycoons mit Hilfe von önologischen Beratern wie Riccardo Cotarella aus dem Boden gestampft. Die Aufsteiger fallen aus dem Gerüst der DOCs heraus und nennen sich deshalb einfach "Vino da tavola" auf den Markt und schaffen es oft die renommierten französischen Top-Weine bei Vergleichsverkostungen in die Ränge zu verweisen. Mit den damit verbundenen preislichen Folgen. Der Sassicaia kletterte bei Auktionen auf Preise bis zu 300 Euro pro Flasche und die neuen Weine gibt es dann nicht mehr unter 170 Euro. Natürlich hatte der Erfolg der ersten Weine die anderen veranlaßt mitzumengen. Einige der Neuwinzer haben schon gehörige Flausen im Kopf, wenn sie ihre Weine bereits bei der Erstpräsentation zu Preisen anstellen, die dem gediegenen toskanischen Marchese vor einer Dekade noch die Schamröte ins Gesicht getrieben hätte. Heute erzielen die besten Italiener auf Auktionen ähnlich hohe Preise wie gute Bordeaux. Für den Weininvestor wichtiger: Die Zuwachsrate ist enorm. Anleger können aus einer ganzen Reihe von italienischen Weinen wählen, die eine große Zukunft vor sich haben. Wer sich bedingt auskennt, kann sich an Spitzengüter des Piemont (Barolo, Barbera), der Toskana (Supertuscans wie Sassicaia, Ornellaia und Co) oder den berühmten Brunello di Montalcino orientieren. Auch eine gute Wahl: erstklassiger Amarone aus dem Valpolicella, dessen Trauben nach der Lese zum Trocknen und Nachreifen auf Strohmatten gelegt werden und die in guten Jahren mit enormen Wertzuwächsen glänzen, wie die Weine aus dem Weingut des Dante-Sohns Seregio Aligheri, dessen Weine von Masi vertrieben werden. Italienexperte Jens Priewe beklagt, dass der Absatz italienischer Weine in Deutschland rückläufig sei und nennt die hohen Preise vieler bekannter Weine, die Verbraucher nach preisgünstigeren Alternativen suchen lassen. Großes Potential besitzt auch der italienische Süden mit seinen autochthonen Rebsorten, die heute unter Liebhabern hoch im Kurs stehen. Sizilien, das vor Jahren noch für Massenware bekannt war und früher mehr Wein produzierte als Australien hat seine Produktionsfläche in den letzten Jahren deutlich reduziert und achtet bei seinen Spitzenweinen jetzt auf breitere Front auf hohe Qualität. Mit 110.000 Hektar Rebfläche übertrifft man dort die meisten anderen italienischen Anbaugebiete. Autochtone Rote die man sich merken sollte sind beispielsweise der sizilianische Nero d'Avola, der Primitivo aus Apulien. Der sardische Cannonau ist trotz seines urtümlichen Namens ein alter Bekannter: der spanische Garnacha und der französische Grenache Noir. Sizilien hat sich mit Produzenten wie Planeta, Morgante, Settesoli, Rapitala, Tasca de Almerita, Firriato etc. bereits einen Namen als Spitzenregion gemacht, während die Abruzzen, Kampanien und Apulien zu den aufsteigenden Stars von morgen zählen. Dort findet der Liebhaber Rebsorten, die es nur dort gibt, wie den Montepulciano d'Abbruzzo oder Negroamaro. Kultverdächtig sind in diesen Regionen bereits einige Erzeuger. Auch Sardinien bietet mit Firmen wie Sella & Mosca, der Genossenschaft Sandini, Argiolas etc. schon einige Highlights, doch oft sind die Weine noch relativ einfacher Machart, urig-rustikal und noch nicht an den internationalen Geschmack angepasst. Die klassischen Hochpreisregionen Italiens stagnieren derzeit preislich, da die Barolo-Produzenten mit der alten Taktik den Preis am Nachbarn auszumachen sich zu stark am US-Markt orientiert haben. Mancher weicht heute auf den benachbarten Barbera aus, während der Boom auf die Supertuscans das Angebot so ausgeweitet hat, dass jetzt erst einmal ein Markt für die neuen Superweine geschaffen werden muss. Schön die originellen Weine aus der Maremma. Dort haben in letzter Zeit nicht nur für den Wein-, sondern auch für den Architekturliebhaber einiges getan:Petra von Mario Botta Ach der Brunello dürfte sich wieder erholen und stark nachgefragt werden.
Zu den Favoriten von italienischen Weinfonds zählen derzeit der mächtige Amarone, sowie die ebenfalls oft hochinteressante Südtiroler Weine (Lageder, St. Michael, Hofstetter, Elena Walch, Josephus Mayr etc.). Auch eine vinologisch unbekanntere Region wie Umbrien hat bereits interessante Weine (Castello di Corbara, Coltarellas Falesco, Lungarotti). Schwer hat es die Toskana, nach zwei wetterbedingt knappen Ernten in den Jahren 2002 und 2003 hat man dort die Preise zu kräftig angezogen und verstärkte damit die bereits zuvor sinkende Nachfrage aus Deutschland und den USA. 2004 gibt es in der Toskana wieder normale Erntemengen, die jetzt schwierig zu hohen Preisen zu vermarkten ist. Das Konsortium Chianti Classico hat die Notbremse gezogen und den Ertrag von 6000 auf 5700 erlaubte Kilogramm pro Hektar heruntergefahren.
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Toskana
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Die etwas andere Garantie: Land's End |
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In Deutschland tut man sich manchmal etwas schwer mit Gewährleistungen im Handel. Nur mit Mühe war das europäische Recht, wonach dem Verbraucher mehr Rechte nach dem Kauf eingeräumt werden sollen, in Deutschland umgesetzt wurden. Zu sehr hatten die mächtigen Lobbyisten ihre Bedenklen angemeldet. Dabei fahren Unternehmen, die sich eine großzügige Gewährleistung aus Kulanzgründen auf die Fahnen geschrieben haben, meist besser als Bedenkenträger - man denke nur an Aldi und C&A. Unternehmen, die lebenslange Garantie für ihre Produkte gewähren sind allerdings auch die vorgenannten nicht. Wen wundert es also, dass das Versprechen dieser "lebenslangen Garantie" im Handel und beim Verbraucher für einiges Interesse gesorgt hat. Schon lange hörte man von einem Unternehmen aus den USA, dass sich mit deisem Versprechen eine treue Kundschaft erarbeitet hat - und trotzdem nicht draufzahlt. Das Unternehmen heißt Land's End. Als "Direct Merchant" ist es heute eines der führenden Unternehmen in den Bereichen klassischer Bekleidung für Damen und Herren, Reisegepäck sowie Artikel für das Zuhause. Die Produkte werden in regelmäßig erscheinenden Katalogen und im Internet angeboten. Wegen des Garanieversprechens ist Lands' End bekannt für herausragende Produktqualität zu fairen Preisen und seinen außergewöhnlichen Kundenservice.
Das Unternehmen arbeitet direkt mit den Herstellern zusammen. Dabei spart man die Kosten für den Zwischenhandel ein und gibt des Preisvorteil an die Kunden weiter. Zwischenzeitlich können auch Kunden aus Deutschland über die Tochtergesellschaft im saarländischen Mettlach direkt bei Land's End einkaufen - per Telefon, Post, Fax oder über das Internet. Die Bestellungen werden dann direkt an die Kunden verschickt.
Das Unternehmen arbeitet nach dem Prinzip: Das Beste für den Kunden ist auch das Beste für uns. Mit der der einfachsten und doch umfangreichsten Garantie können Kunden die Artikel jederzeit und aus jedem Grund zurücksenden. KundenberaterInnen sind telefonisch rund um die Uhr gebührenfrei zu erreichen und geben Auskunft und Hilfestellung bei der Größenermittlung, Fragen zu Produkten und zur Verfügbarkeit. Wovon man bei Peek & Cloppenburg nur träumen kann: Hosen werden ohne Aufpreis auf die innere Beinlänge der Kunden umsäumt und auch Stoffmuster kann der Kunde sich kostenlos zusenden lassen. Geht ein Knopf verloren oder ein Schnürsenkel kaputt ist das auch kein Problem: Kostenlos können die Ersatzknöpfe bestellt und Reparaturen an Gepäckstücken telefonisch angefordert werden. Dabei ist das Unternehmen flink: Artikel werden meist innerhalb von 24 Stunden bearbeitet und verschickt . 150 Mitarbeiter sind allein für die Qualitätskontrolle zuständig. Damit alles ohne Reklamationen abläuft werden die verwendeten Stoffe nach eigenen Richtlinien hergestellt und unterscheiden sich damit oft deutlich von den sonst üblichen niedrigeren Industrie-Standards. Passformen und Größen werden nicht an schlanken Models getestet sondern an "normalen" Personen und neu entwickelte Produkte werden von Kunden und Mitabeitern auf Passform und Komfort geprüft.
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"Grüner" Airport?
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