|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
Der Begriff "integrative Medizin" erschließt sich nicht für jeden. Was damit ausgedrückt werden soll ist die Kombination von klassischer Schulmedizin mit Komplementärmedizin, also alternativen Heilverfahren, wie beispielsweise Homöopathie, Akupunktur und Verhaltensumstellung. Professor Gustav Dobos, der an der Uni Essen den bisher einigen Lehrstuhl für Naturheilkunde und integrative Medizin besetzt, verwies auf seine Lehrzeit in den USA, wo Komplementärmedizin von vielen arrivierten Kollegen als Voodoo abgetan wurde. Heute habe die Komplementärmedizin zwar eine besser Position erkämpft, kampffrei geben aber dennoch viele Schulmediziner ihre angestammten Positionen nicht auf, obwohl das Wohl des Patienten eigentlich an erster Stelle stehen sollte. Um das zu ändern hat einer der deutschen Vorkämpfer der integrativen Medizin, der Berliner Professor Stefan N. Willich, Direktor des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité Berlin jetzt den ersten europäischen Kongress für Integrative Medizin ins Leben gerufen, der künftig jedes Jahr die beiden Lager miteinander in Dialog treten lassen will. Erstmals haben sie damit eine internationale Plattform für den Gedankenaustausch zum Thema „Integrative Medizin“. Führende Ärzte wie Prof. Gustav Dobos, Prof. Eckhart G. Hahn, Prof. George Lewith und Prof. Umberto Solimene präsentieren dabei ihre Forschungsergebnisse. Rund 500 Teilnehmer aus 25 Ländern werden erwartet. Das Programm vereint hochkarätige Referenten und Workshops über die Vielfalt und Bedeutung der beiden Fachrichtungen. Am 9. November bietet der Offene Informationstag Patienten und Interessierten die Möglichkeit, sich einen Überblick zu Prävention sowie zu schulmedizinischen und komplementärmedizinischen Therapien der so genannten Volkskrankheiten zu verschaffen, wo zu Fragen Experten aus beiden Bereichen Rede und Antwort stehen. Marion Caspers-Merk, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit begleitet das Projekt wohlwollend und betonte im Rahmen einer Pressekonferenz die Unterstützung ihres Ministeriums für alternative Therapiekonzepte.
Da es nach Ansicht von Professor Willich unmöglich ist, gleich beim ersten Kongress die ganze Bandbreite medizinischer Indikationen zu behandeln, bei denen das Spannungsfeld zwischen Schul- und Komplementärmedizin relevant ist, daher hat man sich auf Themen konzentriert, die eine Schlüsselrolle in der Integrativen Medizin spielen: Krebs, Schmerz, Allergien, Herz- Kreislauf- und Magen- Darm-Erkrankungen.
|
 |

Professor Willich
|
|
Gesundheit Hilfe bei Inkontinenz
|
|
 |
|