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Viele Betroffene tun Sodbrennen als eine Petitesse ab, doch das weit verbreitete Leiden, das medikamentös und endoskopisch gut behandelt werden kann, birgt Gefahren. Auslöser ist meist eine Funktionsstörung des Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen. Der Rückfluss (Reflux) der aggressiven Magensäure in die Speiseröhre zerstört deren Schleimhaut. Oft helfen säurehemmende Medikamente, doch bei Unverträglichkeit oder zu hoher Dosis kann mittels Endoskopie mit einem Gastroskop aus dem Gewebe am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen eine Art innerer Ring gebildet werden, der den schlaffen Verschluss stärkt und den Rückfluss verhindert. Auch Patienten, bei denen der Reflux entzündliche Veränderungen der Schleimhaut hervorgerufen hat, den sogenannten Barrett-Ösophagus, bei dem sich die Schleimhaut umwandelt und das Risiko für bösartige Tumore steigt, kann geholfen werden, indem diese frühzeitig endoskopisch abgetragen werden.
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Jedes Jahr im November locken spektakuläre "Einblicke" Mediziner zum größten Live-Event in der Endoskopie: Dem ENDO CLUB NORD (ECN). In diesem Jahr hat es einen Stabwechsel gegeben. Nach dem Hamburger Mediziner PD Dr. Siegbert Faiss von der Asklepios Klinik Barmbek, der 2007 den Vorsitz inne hatte, ist in diesem Jahr Prof. Dr. Nib Soehendra, der langjährige Direktor der Klinik für Interdisziplinäre Endoskopie des Universitätsklinikums Eppendorf Leiter der Veranstaltung. Auch diesmal standen wieder Live- Demonstrationen aus den drei Hamburger Endoskopie-Zentren auf dem Programm und wurden direkt ins Congress Center Hamburg (CCH) übertragen.
Hamburg, das sich in den vergangenen Jahren zu einer Metropole in Sachen Endoskopie entwickelt hat, konnte für Soehendra, der nach 35 Jahren am Universitätsklinikum Eppendorf aus Altersgründen ausscheidet und jetzt in einer Hamburger Privatpraxis praktiziert, mit Prof. Dr. Thomas Rösch einen anerkannten Fachmann nach Hamburg locken. Soehendra war als renommierter Endoskopiker einer der Pioniere und weltweit der Erste, der einem Patienten auf endoskopischem Weg einen Stent in den Gallengang einlegte. Rösch, der zuvor in der Berliner Charité arbeitete wird auch die Präsidentschaft des ENDO CLUB NORD übernehmen, den Soehendra zusammen mit seinen Kollegen Friedrich Hagenmüller und Dietmar Wurbs 1991 gründete. Er ist in der kleinen Gemeinde der Endoskopiker kein Unbekannter mehr und Soehendra äußerte sich bei einer Pressekonferenz erfreut darüber, dass mit Rösch ein potenter Nachfolger gefunden wurde, der sich auch beim Kongress voll einbringt.
Top-Thema ist in diesem Jahr die endoskopische Submukosa-Dissektion (ESD). Mit der neuen Technik können durch verbesserte Bildauflösung durch HDTV und exakte Abgrenzung betroffenen Gewebes durch spezielles Licht von spezialisierten Endoskopikern eine kurative Resektion von Frühkarzinomen durchgeführt werden, ohne den Patienten aufwändig operieren zu müssen. Durch die en-bloc R0-Resektion kann das betroffene Organ meist völlig erhalten werden. Auch die Krankenkassen können sich freuen, denn die Kosten für die endoskopische Entnahme liegen bei etwa einem Prozent der Kosten einer klassischen Operation. Ein großer Fortschritt für die Endoskopie, denn bislang war es ausschließlich durch operative Verfahren möglich, Frühkarzinome im Verdauungstrakt zu entfernen.
Am zweiten Kongresstag erörtert Soehendra mit Kollegen das Thema „Kolon: großflächige Mukosaresektion oder Submukosadissektion?“. Auch die so genannte „narbenfreie Operation“ – NOTES (Natural Orifice Translumenal Endoscopic Surgery) wird ein Thema sein, bei dem der Frankfurter Professor Karl-Hermann Fuchs vom St. Markus-Krankenhaus die neuesten Erkenntnisse präsentiert und die Vor- und Nachteile von NOTES kritisch überprüft.
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Großen Wert legen die Endoskopen auf Früherkennung, denn so kann mehr Patienten mit Tumoren der Speiseröhre und des Magens operationsfrei geholfen werden. Wird Krebs früh erkannt, kann er oft rasch endoskopisch entfernt werden. Abhängig ist dies von der Tiefe des Tumors. Ist nur die Schleimhaut betroffen, kann mit der "ESD-Technik" der Tumor markiert und die betroffene Schleimhaut einschließlich eines Sicherheitsabstands eingeschnitten und herausgelöst werden. Was früher nur in Japan möglich war, ist jetzt auch in Hamburg machbar und wird dort zur Behandlung von frühen Stadien des Magenkrebses und von Tumoren zwischen Magen und Speiseröhre eingesetzt.
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Asthma Endoskopische Eingriffe dank NOTES
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