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Joseph Haydn: Sinfonien Nr.. 60, 88, 96, Mozarteum Orchester Salzburg, Ivor Bolton, Oehms Classics, CD

Ivor Bolton und das Mozarteumorchester Salzburg versammeln drei durch ihre Form und Idee herausragende Sinfonien Joseph Haydns auf ihrer neuen CD. Die Sinfonie Nr. 60 „Il distratto“, bricht mit der viersätzigen Form zugunsten einer lockeren sechssätzigen Abfolge. Mit „Der Zerstreute“ (nach dem Protagonisten einer zeitgenössischen Thaterkomödie) serviert Haydn dem Titel entsprechend eine besonders hohe Dichte musikalischer Überraschungen und komischer Momente, bis hin zur Generalpause im letzten Satz, in der die Violinen ihre „verstimmten“ G-Saiten um einen Ganzton heraufstimmen. Pauken und Trompeten kommen in der Sinfonie Nr. 88 zum Einsatz, allerdings nicht, wie zu erwarten, bereits im Eröffnungs-Allegro, sondern erst – ganz gegen jede zeitgenössischer Erwartung – im langsamen zweiten Satz. „Das Wunder“, so der Beiname der Sinfonie Nr. 96, ereignete sich wohl erst während der Aufführung der Sinfonie Nr. 102 (wenn die Legende stimmt, fiel ein Kronleuchter ins Parkett, unerklärlicherweise ohne dass ein Zuhörer zu Schaden kam), aber auch hier finden sich ein Ideenreichtum und kompositorische Experimentierfreude, die selbst im farbigen OEuvre Haydns außergewöhnlich sind.




Bolton, Haydn-Sinfonien


Bruckner, 8. Sinfonie, Young
Mahler 4 Movements