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Gustav Mahler, 4 Movements, Paavo Järvi, RSO Frankfurt, Virgin, ASIN B0026RQ1IU, 15,95 Euro
Vier Einzelsätze Mahlers sind auf der neuen CD des RSO Frankfurt unter der Leitung von Paavo Järvi zu hören: die "Totenfeier", das Adagio aus Mahlers unvollendeter 10. Sinfonie, "Blumine" und die Britten-Bearbeitung "What the Wild Flowers Tell Me". Alles Werke, die Mahler nicht vollendete, verwarf oder aus dem ursprünglichen Kontext löste. Dass es sich dennoch lohnt die Stücke anzuhören, spricht für die Qualität des mahlerschen Werks. "Blumine" entstand als Bühnenmusik und soll eine Mondnacht beschreiben. Später wollte Mahler das Stück in seine erste Sinfonie integrieren, entschied sich dann aber dagegen. "Vielleicht hatte er das Gefühl", spekuliert der Dirigent, "dass die Sinfonie dadurch schwächer werde oder an Spannung verliere" Das dem nicht so ist, beweist er mit einem wohlig-warmen, goldenen Klang. Bei der "Totenfeier", einer "sinfonischen Dichtung" hat er sich nach ersten Überlegungen das Werk eigenständig zu präsentieren nach drastischen Umarbeitungen Eingang für eine Aufnahme in seine "Auferstehungssinfonie" entschlossen. Järvi achtet auf das Original und bringt damit besonders die die widerspenstigen Momente heraus, die später von Mahler ausgebügelt wurden. Benjamin Brittens Kammermusik-Bearbeitung von "Was mir die Blumen auf den Wiesen erzählen", die Mahler als zweiter Satz seiner 3. Sinfonie verwendete gerät bei Järvi lyrisch-bewegt mit enormer Leichtigkeit. Mahlers Adagio aus seiner unvollendeten 10. Sinfonie ist das Hauptwerk auf der CD. Mit ihren Harmonien und der neuen Tonalität stößt er an dessen Schwelle die Tür ins 20. Jahrhundert weit auf. Es gipfelt in einem gigantischen dissonanten Aufschrei, was es nicht leicht für Orchester macht, denn der Spannungsbogen muss langsam aufgebaut und dann gehalten werden. "Das ist ein Kampf", sagt Järvi, wenn er an die rund viertelstündige Gewaltleistung für seine Musiker denkt. Doch dem RSO Frankfurt gelingt der Kampf. Die Interpretation ist glaubwürdig, nicht nivellierend, sondern in ihren Ecken und Kanten nachvollziehbar.
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Mahler 4 Movements
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Mozarteum, Bolton, Haydn Händel Gold
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