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Alexandra Senfft, Judah Passow, Fremder Feind, so nah: Begegnungen mit Palästinensern und Israelis, Edition Körber Stiftung, ISBN 3896840754, 20 Euro

Die Autorin ist Islamwissenschaftlerin und war früher Nahostreferentin im Bundestag und UNO-Mitarbeiterin in den palästinensischen Gebieten. Sie gehörte zum Vorstand des Deutsch-Israelischen Arbeitskreises für Frieden im Nahen Osten und war seit 1992 auch immer wieder in Israel tätig. Heute arbeitet sie als Autorin und Publizistin. Judah Passow fotografiert seit 1978 für Zeitungen und Zeitschriften in Europa und Amerika. Seine Aufnahmen wurden in London, Amsterdam, Paris, Tel Aviv, Washington und New York ausgestellt. Für sein Werk erhielt er viermal den World Press Photo Award. Sie stellt Menschen vor, die über innere und äußere Grenzen hinweg Dialoge führen. Der Feind, das wird dabei deutlich, ist gar nicht so fremd. Eine rein politische Lösung kann es im Nahostkonflikt nicht geben, sie würde keine Aussöhnung schaffen - zu tief reicht der Konflikt in die Biografie jedes Einzelnen. Die Verwandtschaft zur Geschichte des Gegners durch das Erzählen der eigenen Lebens- und Familiengeschichte zu erkennen, ist die Basis für eine dauerhafte Verständigung, sagt Alexandra Senfft. Ihre Reise führt sie nicht nur in den Nahen Osten, auch in London und Berlin trifft sie Menschen, die sich für Verständigung engagieren. Durch deren Biografien und Projekte vermittelt Alexandra Senfft zugleich historische und aktuelle Fakten über eine Region, über die wir nur glauben, viel zu wissen.




Senfft, Fremder Feind


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