Lars Winkelsdorf, Waffenrepubik Deutschland - Der Bürger am Abzug, Fackelträger Verlag, ISBN 9783771644505, 19,95 Euro
Winkelsdorf weiß, wovon er redet. Der Hamburger arbeitet als Schießlehrer und selbstständiger Fachdozent in der Sicherheitsbranche und ist legitimierter Waffensachverständiger und Autor eines Fachbuches zur Schießausbildung. Darüber hinaus arbeitet er seit 2003 als freier Journalist für Politmagazine, unter anderem für Frontal 21 (ZDF), Report München und die Tagesschau (ARD). Für sein Buch hat er das deutsche Waffenrecht unter die Lupe genommen. Es gilt als eines der schärfsten in ganz Europa, seine Wirkung hat es jedoch bisher gänzlich verfehlt. Die Öffentlichkeit ist konsterniert, wenn sich ein Amokläufer wieder einmal mühelos und am Gesetz vorbei eine Waffe beschafft hat. Nahezu täglich vermelden die Medien Suizide und Tötungsdelikte, die mit Handfeuerwaffen verübt worden sind. Rein statistisch gesehen hat jeder zweite Deutsche eine Schusswaffe im Schrank. Die Politik überschlägt sich mit Vorschlägen, die das Waffenrecht verbessern sollen. Fragen, die in der öffentlichen Diskussion zum Waffengesetz in den Mittelpunkt gestellt werden, suggerieren nur allzu gern ein hohes Maß an politischer Entschlossenheit. Dass es gerade daran fehlt, zeigt Lars Winkelsdorf in diesem Buch. So ist der Handel mit Waffen ein Milliardengeschäft, von dem nicht zuletzt der Staat profitiert. Die Verknüpfungen zwischen Waffenlobby und Politik sind eng, die Gesetze veraltet. Als ehemaliger Insider der Waffenlobby bringt der Autor frappierende Fakten ans Licht. Wer weiß schon, dass Bundesländer beschlagnahmte Waffen an fragwürdige Länder und Organisationen verkaufen? Und dass Teile des Waffenrechts noch aus dem Dritten Reich stammen? Nicht zuletzt zeigt der Autor aber auch Lösungswege auf für sinnvolle Gesetzesverschärfungen und eine Entwaffnung unserer Gesellschaft.
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Waffenrepublik Deutschland
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