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Vicky Topaz, Silent Nests, Kehrer Verlag, ISBN 978-3-86828-077-7 , 30 Euro
Jahrhundertelang war die in Frankreich Taubenzucht Statussymbol und Privileg, das dem Adel vorbehalten war. Vor der französischen Revolution gab es im Lande mehr als 40 000 Taubenhäuser – große freistehende Gebäude, wie Vicki Topaz sie in ihren rätselhaften Schwarzweißfotografien zeigt. Heute existieren nur noch weniger als 1.000 »Colombiers«, und es werden von Jahr zu Jahr weniger. Fasziniert von der melancholischen Atmosphäre der ehemals repräsentativen Taubenschläge, spürte die amerikanische Fotografin über mehrere Jahre hinweg die langsam verfallenden Gebäude in der Bretagne und Normandie auf. Über ihren dokumentarischen Charakter hinaus beschwören Topaz’ Fotografien Assoziationen verlorener Welten, Vergänglichkeit und Tod herauf. Dennoch findet sich in einigen immer noch Leben, nisten Tauben auch heute in den vor Jahrhunderten eigens für sie gebauten Häusern. Silent Nests wird durch die prägnante Wahl des Bildausschnitts und das subtile Lichtspiel seiner Bildwelten zu einer besonderen ästhetischen Erfahrung. Der Bildband ist die erste fotografische Erkundung dieser speziellen Nische kulturellen Erbes.
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Silent Nests
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Rumänien Twain, Post aus Hawaii
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