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Christoph Liutpold Frommel, Die Architektur der Renaissance in Italien, C.H. Beck, 2009, ISBN 3406581420, 49,90 Euro

Man spürt bei der Lektüre, dass sich der Autor auskennt. Kein Wunder, der 75-jährige Frommel war zuvor über 20 Jahre lang Direktor der angesehenen Bibliotheca Hertziana, des in Rom ansässigen Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte und bis 2005 Professor für Kunstgeschichte an der römischen Universität La Sapienza und hat fast sein halbes Leben in Bella Italia verbracht. Als Mitglied zahlreicher Akademien wurde er für sein Werk vielfach ausgezeichnet. Neben dem römischen Barock gilt sein spezielles Interesse der Renaissance Italien mit einem ebsonderen Augenmerk auf den Pastbau und die Urbanistik in dieser Epoche in der Ewigen Stadt. Keine Epoche der Architekturgeschichte war so innovativ und produktiv wie die italienische Renaissance, und keine war so folgenreich. Da seit langer Zeit ein umfassendes Standardwerk dazu fehlt hat Frommel als einer der besten Kenner der Epoche die Lücke mit seinem großzügig schwarz-weiss illustrierten Band geschlossen. Während ganz Europa weiterhin gotisch baute, nahm im 15. Jahrhundert in Florenz die Revolution der Architektur ihren Ausgang und wurde mit ungeheurem Erfindungsreichtum in den Städten Italiens weitergeführt. Von Brunelleschi und Alberti bis zu Michelangelo und Palladio porträtiert das Buch alle wichtigen Architekten der Epoche, von denen jeder auf seine Weise die Spannung zwischen den Vorgaben der Zeit und seinen neuen Ideen fruchtbar machte. Frommel beleuchtet die gesellschaftlichen Kontexte, in denen die Baukünstler ihre Werke entwarfen, und erklärt sowohl die technischen als auch die ästhetischen Innovationen. Zusammen mit den über 300 Abbildungen von Bauwerken, Zeichnungen, Plänen und Rekonstruktionen entsteht so ein lebendiges Bild einer bewegten Epoche, die in ihren Bauten ihren sichtbarsten Ausdruck fand.




Frommel Die Architektur der Renaissance in Italien


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