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Samstag, 28. Mai 2011 - 12:04 Uhr
Lentes/Roth, Im Bahnhofsviertel

Im Bahnhofsviertel treffen wie in keinem anderen Stadtteil Frankfurts die unterschiedlichsten Lebensentwürfe und Schicksale mehr oder minder hart aufeinander. Zwischen Hochfinanz und Milieu, Luxushotels und Absteigen, Prachtstraßen und Hinterhöfen, Rotlicht und Neonröhre, Pinten, Tempeln und Drogenszene, Main und Mainzer Straße leben und arbeiten Menschen aus mehr als 180 Nationen. Und obwohl er aus verwaltungstechnischer Sicht nicht zum Bahnhofsviertel gehört, wird der Frankfurter Hauptbahnhof, einer der größten Kopfbahnhöfe Europas, im Bewußtsein der Menschen als integraler Bestandteil des Viertels gesehen.Ein Lese-Bildband über das internationalste und vielseitigste Quartier der Mainmetropole, längst überfällig und einzigartig.

Lentes/Roth, Im Bahnhofsviertel, B3 Verlag, ISBN 9783938783719, 26 €

Dienstag, 26. April 2011 - 11:13 Uhr
Petra Roth, Der Aufstand der Städte

Jeder kann es sehen, dass es den Städten zunehmend schlechter geht. Vom Mangel ausgezwungene drastische Sparmaßnahmen und dessen reine Verwaltung erweisen sich als Einbahnstraße, denn alle für die Republik wichtigen Entwicklungsprozesse – vom Klimaschutz bis hin zur Bewältigung des demografischen Wandels – gehen von den Städten aus. Dies betrifft vor allem und entscheidend auch die Integration. Petra Roth, die ihr Amt als Oberbürgermeisterin unserer Stadt schon seit 15 Jahren ausübt, fordert in ihrem ersten Buch politische Weichenstellungen, die auch vor einer grundlegenden Reform des Föderalismus nicht zurückschrecken. Ihr Credo: Wenn das Funktionieren unserer Gesellschaft nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden soll, müssen die Kommunen deutlich gestärkt werden.

In vierzig Jahren werde dreiviertel der Weltbevölkerung in Städten leben, schreibt sie in ihrem Buch, dort entscheide sich die Zukunft und dort seien die Bürger zur Teilhabe aufgerufen. Und Städte müssten auch über neue Formen der Kooperation nachdenken. Die Metropolregionen bräuchten mehr Gestaltungsmöglichkeiten - auch bei der Verteilung von Gewerbesteuer. Wenn alles gutgeht hofft Roth am Ende auf „eine zufriedene ausgeglichene Gesellschaft“. Diesem Wunsch kann man sich nur anschließen.

Petra Roth, Aufstand der Städte: Metropolen entscheiden über unser Überleben, Westend Verlag, ISBN 9783938060667, 22,95 Euro

Dienstag, 26. April 2011 - 11:12 Uhr
Grau, Frankfurt - Der andere Blick

Bücher über Frankfurt gibt es viele. Dem Fotografen Christian Grau und dem Pilot Andrè Risto ist jedoch in ihrem Buch eine sehr außergewöhnliche Sicht auf die Mainmetropole aus der Luft gelungen. Am Dienstag, dem 29. März um 19 Uhr präsentieren sie ihren Bildband im MMK Museum für Moderne Kunst. Neben bekannten Wahrzeichen, wie der Alten Oper, dem Römer, der Messe, dem Hauptbahnhof, dem Flughafen, dem Museumsufer und den Wolkenkratzern der Skyline zeigen die eindrucksvollen Luftaufnahmen auch das vielseitige Leben in Frankfurt. Zu 42 beeindruckenden Bildern schrieben 42 Bürger – alteingesessene wie zugereiste Frankfurter: Journalisten, Banker, Unternehmer, Professoren, Schauspieler, Regisseure, Literaten, Schriftsteller, darunter auch MMK-Chefin Susanne Gaensheimer. Zur Buchpräsentation lesen der ehemalige Kulturdezernent Hilmar Hoffmann, die Scvhriftstellerin Eva Demski, Rabbinerin Elisa Klapheck und Dieter Bartetzko von der FAZ. Auch Andrè Risto erzählt von den einmaligen Erlebnissen während des Projekts, die auch von der isländischen Aschewolke geprägt waren.

Christian Grau, Frankfurt - Der andere Blick, Theiss Verlag, ISBN 9783806223880, 49,90 Euro

Freitag, 25. März 2011 - 18:24 Uhr
Auth, Freiheit schmeckt wie Tränen und Champagner

Ein Leben gegen den Strom. Als die Deutsch-Türkin Ayse Auth 2006 von Frankfurt an die Isar geht und ihren Haarsalon in der noblen Münchner Innenstadt eröffnet, fühlt sie sich am Ziel: als eigenständige Geschäftsfrau und Stylistin mit internationalem Renommee, vor allem aber endlich als ein unabhängiger Mensch. In ihrem Leben war sie keineswegs auf Rosen gebettet! Noch als Kleinkind gaben ihre Eltern sie zur Erziehung zu ihrer strenggläubigen Großmutter, die in der Türkei auf dem Lande lebte. Als Teenager wieder in Deutschland, wurde sie direkt nach der Friseurlehre jedoch mit einem Mann in der Türkei zwangsverheiratet. Doch Ayse wollte frei sein, und die Kraft dazu schöpfte sie aus einer ganz besonderen Fähigkeit, die sie schon als Kind entdeckt hatte: die Kraft des Wünschens. Und tatsächlich erfährt sie es immer wieder – was sie in Gedanken und Worten, in Gefühlen und geistigen Bildern aussendet, das zieht sie in ihr Leben. Allen Widrigkeiten zum Trotz geht sie ihren Weg und findet in sich selbst das Beste aus zwei Welten ...Ein faszinierender Lebensweg, geleitet von der Kraft des positiven Denkens.

Ayse Auth, Freiheit schmeckt wie Tränen und Champagner, Intergal Verlag, ISBN 9783778792148, 19,95 Euro

Freitag, 25. März 2011 - 18:14 Uhr
Hoffmann, Frankfurts Meisterwerke

Frankfurts ehemaliger Kulturdezernent und Präsident des Goethe-Instituts legt mit seinem neuen Buch einen Kunst-Kanon der besonderen Art vor. 50 bekannte Frankfurter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, der Künste, der Literatur und der Wissenschaft haben für dieses Buch ihr Lieblingsbild im Museum besucht, es beschrieben und die ganz persönliche Bedeutung beleuchtet. Von Josef Ackermann und Asfa-Wossen Prinz Asserate, über William Forsythe und Salomon Korn bis hin zu Anne-Marie Steigenberger und Alissa Walser hat Herausgeber Hilmar Hoffmann elegante Essays versammelt und die Kunstwerke im Spiegel Ihrer Betrachter porträtiert. Die Bildbeschreibungen der Prominenz sind kreativ und sinnlich, emtional und impulsiv: es sind "Augen-Blicke" sehr privater Glücksmomente, die den Leser einladen, sich der Kunst und den Rezipienten gleichsam zu nähern.


Hilmar Hoffmann, Frankfurts Meisterwerke, Societäts-Verlag, ISBN 9783797312167, 14,80 Euro

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Bäppler/Nicolai, Samstags gibt's Dick Supp

 

Jens, Sachsenhausen neu entdecken

 

Lentes, Beim Apfelwein

 

Nachtsheim, Den Schal enger schnallen..

 

Neeb, Madame empfängt

 

Stadtverführer Frankfurt

 

Zeitkonserven - Traditionsgeschäfte

 




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Neeb, Madame empfängt Frankfurt, 1836. Eine Serie von Giftmorden an jungen Dienstmädchen, die alle nebenbei der Prostitution nachgingen, erschüttert die Stadt am Main. Augenzeugen haben keine Zweifel, dass der Täter der besseren Gesellschaft angehört. Der ebenso verschlafenen wie korrupten Polizeibehörde gelingt es aber nicht, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Empört über so viel Unfähigkeit und Ignoranz beginnt die Frankfurter Dichterin Sidonie Weiß, gemeinsam mit ihrem Jugendfreund Johann Konrad Friedrich, auf eigene Faust zu ermitteln ..

 

Zeitkonserven - Traditionsgeschäfte Frankfurt ist so viel mehr als eine kalte, unwirtliche Bankenstadt. Jenseits der glitzernden Hochhausfassaden der Skyline und den Einkaufspalästen der Zeil zeigt die Stadt ein anderes Gesicht: kleine Läden und Handwerksbetriebe, die oft seit mehreren Generationen von einer Familie geführt werden. Sie halten an Althergebrachtem fest, statt mit der Masse zu schwimmen.

 

Jens, Sachsenhausen neu entdecken Ante Jens, Sachsenhausen neu entdecken, Societätsverlag, 12,80 Euro Wenn man Sachsenhausen als den grünsten Stadtteil Frankfurts bezeichnet, liegt man wohl nicht falsch, denn immerhin knapp die Hä...

 

Stadtverführer Frankfurt Kleiner und Großer Stadtverführer Frankfurt, City-Guide mit Stadtplan, Skat oder Rommé-Spiel, Geschichten, Stadtspiele Verlag, 2008, ISBN 3939034142, 3939034142, 9,90 oder 14,90 Euro Ein ausführli...

 

Nachtsheim, Den Schal enger schnallen.. Henni Nachtsheim, Den Schal enger schnallen und in die Ohren spucken: Die Eintracht-Kolumnen von Henni Nachtsheim, Societäts-Verlag, 2008, ISBN 3797310943, 12,80 Euro Ob Beckenbauer, Matthäus ode...

 

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Lentes, Beim Apfelwein Jürgen Lentes, Beim Apfelwein: Geschichten aus Frankfurter Wirtschaften, B3 Verlag, ISBN 3938783516, 26 Euro Frankfurt besitzt etwas Unnachahmliches - seine Apfelweinwirtschaften. Ein Stück Frankf...




Jürgen Lentes, Beim Apfelwein

Jürgen Lentes, Beim Apfelwein, Frankfurter Wirtschaftsgeschichten, 3B-Verlag, ISBN 9783938783511, 26 Euro

Frankfurt hat, wie keine andere Stadt, eine ganz eigene gastronomische Kultur entwickelt: Die Apfelweinwirtschaften. Sie sind Abbild der Stadtgeschichte, traditionelle Sinnbilder des Stadtlebens, touristisches Aushängeschild, Wurzeln Frankfurter Geselligkeit, Orte des fröhlichen Babbelns, generationsübergreifender Treffpunkt und Trost spendender Anlaufpunkt nach den Mühen des Alltags. Höchste Zeit Ihnen eine Hommage zu widmen!

Jürgen Lentes hat (nicht nur) Frankfurter Autoren und Karikaturisten gebeten, etwas über ihr Lieblingslokal zu schreiben oder zu zeichnen. Dieses Buch versammelt Texte und Karikaturen unterschiedlichster Art : Erinnerungen, Erlebtes, Erfahrenes und sogar Erfundenes. Sie alle kreisen um dieses Phänomen der Frankfurter Wirtschaften, die für viele immer wieder auch Orte des Beobachtens und der Inspiration sind. Wir danken für die zahlreiche Beteiligung!

Jedes Lokal wird mit seinen Eigenheiten und seinem Charakter auch im Bild vorgestellt. Es sind Aufnahmen, die versteckte Details hervorheben, Momentaufnahmen geselligen Treibens, Blicke hinter die Kulissen und Stillleben Frankfurter Gastronomie.

Eine Hommage an die Frankfurter Apfelweinwirtschaften, (nicht nur) von Frankfurter Autoren geschrieben, von jeweils charakteristischen Abbildungen begleitet. Ein Muss für jeden Frankfurt-Liebhaber und Freund der Frankfurter-Lebensart.




Beim Apfelwein

Samstags gibt's Dick Supp

Thomas Bäppler, Sibylle Nicolai, Samstags gibt's Dick Supp: Das (ge)hessische Suppenbuch mit Prominenteneinlage, B3 Verlag, ISBN 3938783524, 17,90 Euro

Es ist eine bunte Schar an gebürtigen, ausgewanderten, eingewanderten und sonstigen Hessen, die für "Bäppis" Buch Rezepte zur Verfügung gestellt haben. Dabei sind es keineswegs nur "suppversive" hessische Kreationen, sondern durchaus internationale Schöpfungen, denn Hessen ist ein multinationales Fleckchen Erde - nicht erst seit dem Frankfurter Flughafen. Auch der Nichthesse gerät bei dem Buch in Schwierigkeiten, denn trotz einigem hessischen Gebrabbel sind die Rezepte meist auf Hochdeutsch. Schon die Pressekonferenz in einer Frankfurter Ebbelwoi-Wirtschaft mit Suppküch war ein Schaulaufen der im Buch vorkommenden Prominenz. Die Herausgeber, die das Buch mit zahlreichen Fotos in ungewohnten Gewändern "aufgebäpppt" haben, sparten auch nicht beim Einsatz der lokalen Presse, die, wo sie doch selbst auftreten dürfen, das Buch auch gerne ihren Lesern vorstellen. Im Mittelpunkt stehen die Rezepte, klassisch und benutzerfreundlich aufgemacht mit Zutatenliste und Anleitung. Fotos der Gerichte sind leider Fehlanzeige, doch mit Gemüse und Marktszenen macht der Band dennoch Lust aufs Ausprobieren. Die passende Lektüre für Hessophile und Liebhaber einer guten Suppe.




Samstag gibt's Dick Supp

Nachheim, Den Schal enger schnallen..

Hendrik Nachtsheim, Den Schal enger schnallen und in die Ohren spucken, Societäts-Verlag, ISBN 3797310943, 12,80 Euro

Fussballexperten gibt es wie Sand am Meer. Man muss es ja nicht so drastisch ausdrücken, wie Gerhard Delling im Gespräch mit Günter Netzer "Experte kommt von Ex", denn Beckenbauer, Matthäus oder Netzer haben wirklich ein gerüttet Maß an Fachkenntnis. Doch das neue Fussballbuch des Societäts-Verlags kommt von keinem dieser Vorzeige-Kenner mit dem "Weltblick", sondern von einem, der was von diesem Sport und seinen Spitzenvereinen versteht: Hendrik Nachtsheim, Eintracht-Fan und Mitglied des hessischen Comedy-Duos Badesalz. Seine Anstoß-Kolumnen über Siege und Niederlagen der Frankfurter Eintracht erscheinen seit über drei Jahren wöchentlich in der Gießener Allgemeinen und liegen nun erstmals gesammelt in Buchform vor. Mit Herzblut und Detailwissen begleitet er die Bundesliga-Spieltage seines Lieblingsvereins und kommentiert das Zweitliga-Jahr in der Saison 2004/2005, den Aufstieg und den Kampf gegen den Abstieg. Mit seinen kritischen, aber immer zuversichtlichen Resümees wie "Den Schal enger schnallen und in die Ohren spucken" oder "Also, isch bin zufridde" schreibt er sich flott in das Herz eines jeden Eintracht-Fans. Abgerundet von den aktuellen Kolumnen zur Spielzeit 2007/2008 entsteht eine liebevolle und anekdotenreiche Hommage an den Frankfurter Traditionsverein.




Nachtheim

Stadtverführer Frankfurt

Kleiner und Großer Stadtverführer Frankfurt: City-Guide mit Stadtplan, Rommé- bzw. Skat-Spiel, Stadtspiele Verlag, ISBN 3939034142 / 3939034134, 9,90 bis 14,90 Euro

Skat- oder Rommé-Freunde können künftig spielerisch etweas über Frankfurt erfahren, denn der "Stadtverführer Frankfurt" zeigt die verschiedenen Seite Frankfurts und verführt zu einem Stadtrundgang. Auch viele Frankfurter können dabei noch etwas lernen, denn wer weiß schon, dass man Briketts auch aus echten deutschen Banknoten herstellen kann und dass es hier Tatwaffen brutalster Kapitalverbrecher findet. Die Karten des "Stadtverführers" zeigen dem Spielern außer Bube, Dame, König, As auch noch, wo es lang geht beim Stadtbummel, denn es handelt sich dabei auch um einen im Spielkartenformat aufgemachten Stadtführer der vergnüglichen Art. Die Asse, so informiert uns der Verlag, sind unbedingt einen Besich wert, die niedrigen Karten kann man bei Interesse besuchen oder wenn ausreichend Zeit bleibt. Zur Orientierung durch die Hochhausmetropole dienen kleine Stadtpläne, auf denen die Karten mit den Sehenswürdigkeiten zu Touren zusammengeaßt wurden. Dass ein Stadtführer nicht tröge sein muss, zeigen die unterhaltsamen Geschichten und Informationen, die auf den Rückseiten der Karten in die Tiefe führen. Der "kleine" Stadtverführer zeigt auf seinen 32 Karten (Skat, 9,90 Euro) so viel Innenstadt, wie der Besucher an einem Tag verkraften kann, aber auch die Frankfurter Museen, Zoo, Flughafen, Palmengarten und die Höchster Porzellan- Manufaktur auf dem Programm stehen können. Wer länger in Frankfurt bleibt, wählt das Rommé-Blatt mit 110 Karten (14,90 Euro) , wo auf vier Touren Innenstadt, den Nordwesten, den Nordosten mit einigen ausgefallenen Sehenswürdigkeiten in Randlagen zeigen. Ein echter Baukasten für Touren.




Stadtverführer Frankfurt

Die junge Frankfurter Küche

Michaele Scherenberg/André Großfeld und Mirko Reeh, Die junge Hessische Küche, B3-Verlag, ISBN 9783938783214, 19,90 Euro

Hessische Küche ist keineswegs immer nur „Rippchen mit Kraut“ oder „Handkäs mit Musik“, obwohl diese regionalen Spezialitäten bei Fremden oft gut ankommen. Tatsächlich ist die Hessische Küche aber wesentlich vielseitiger und moderner als Ihr Ruf. Und wie viele regionale Küchen erlebt auch die Hessische Küche eine „Renaissance“. Küche hat immer etwas mit den Köchen zu tun. Bei der Sendereihe „Hessen a la carte“ im Hessischen Rundfunks stehen derzeit zwei junge Köche vor der Kamera, die regionale Küche mit neuen Akzenten füllen. Sie unterstreichen, dass die Hessische Küche eine vielseitige und kreative Küche sein kann, wenn man sie auch mal mit internationalen Einflüssen verbindet. Die Fernsehjournalistin und Autorin Michaele Scherenberg berichtet neben anderen regionalen Themen gerne über die Hessische Küche und hat damit „Hessen a la carte“ berühmt gemacht. Jetzt möchte Sie auch Jüngeren den Genuß an der heimischen Küche vermitteln. Gekocht wird von Schuhbeck-Schüler André Großfeld, der nach Stationen im Tantris und Brick seit 2006 sein eigenes Restaurant in Friedberg – Dorheim eröffnete und hat dort auch nach dem Ausscheiden von Sternekoch Volker Drkosch, mit dem er das Restaurant anfangs zusammen führte, schon nach einem Jahr den ersten Michelin-Stern erkocht. Die Rezepte schrieb er zusammen mit dem Frankfurter Koch-Entertainer Mirko Reeh. Der umtriebige Reeh gibt Kochkurse in Frankfurt und auf Ibiza und ist Gast und Moderator zahlreicher Kochsendungen beim Hessischen Rundfunk und einigen Privatsendern. Seit einem Jahr ist er Patron des Wilmenrod Restaurant Mirko Reeh in Königstein im Taunus.




Die junge hessische Küche

Marcellino Frankfurt 2008

Marcellino's Restaurant Report 2008. Frankfurt und Umgebung. Gäste sagen, wie es wirklich ist, Mairdumont, ISBN 3937878548, 12 Euro

Schon seit etlichen Jahren kommt immer im Herbst der neue Marcellino heraus. 24 lokale Redakteure nehmen sich dafür der Urteile von vielen Tausenden von Gästen an, die nach einem Restaurantbesuch den Wunsch verspüren Essen und Service zu beurteilen. Wenn man eine kritische Masse überschritten hat, wird dieses Urteil dann auch recht ausgewogen, denn es basiert auf der Einschätzung von zig oder hunderten von Beurteilern und nicht - wie bei den anderen Gastroführen - dem Urteil eines oder weniger Testesser, die unter Umständen vorher bekannt waren oder einen guten oder schlechten Tag der Küche erwischt haben. Wer also gerne Essen geht, kann dann per Testbogen im Buch (oder im Internet) Punkte von 1 (nie wieder) bis 10 (genial) für Essen, Trinken, Service und Ambiente vergeben. Der Anreiz: Ab 7 Tests gibt es eine Buchausgabe des neuen Buchs kostenlos. Das führt zu Bewertungen, die von den 24 kompetenten lokalen Journalisten der Regionalausgaben verifiziert und mit ungeschminkten und knackigen Kommentaren verdichtet werden. So sind Marcellino's- Bewertungen wertvolle Informationen, die dem Leser praktisch weiterhelfen. Diesmal als Top-Restaurants bewertet wurden das Siesmayer im Kempinski Falkenstein und die Villa Merton in der Spitzengastronomie und die neue Sachsenhäuser Samedi Lounge und das Toan in der preiswerten und moderaten Gastronomie. Lieblingsitaliener wurden die Osteria Enoteca und das Brighella. Neu in diesem Jahr: Eine Analyse der Wasserpreise. Bis zu 15 Euro zahlten die Tester für den halben Liter Wasser in einem Düsseldorer Club. In Frankfurt schießt mit rund 8 Euro die 22nd Lounge & Bar den Vogel ab, bietet dafür aber auch die beste Baratmosphäre und Leistung. Doch es geht auch preiswert, wie bei Gref-Völsing in der Hanauer Landstrasse, wo man dafür einen Euro zahlt. Bei den Flop 10 finden sich Lokale wie das Buena Vista (die damit bereits Erfahrung haben), der Burgerbräter Die Kuh, die lacht, das Nizza am Main aber auch frühere Vorzeigebetriebe wie das Tiger-Restaurant, das küchenmäßig nachgelassen hat und die Kunden vom Service enttäuschte.




Marcellino 2008

Günther/Winter, Flughafen Frankfurt

Jochen Günther/Gabi Winter, Flughafen Frankfurt, B3 Verlag, ISBN 3938783389, 24,90 Euro

Der Frankfurter Flughafen ist eine Stadt in der Stadt. Mehr als 70.000 Menschen arbeiten und einige davon leben sogar in der Airport-City. Das Leben steht in dieser Stadt niemals still. Rund um die Uhr, auch außerhalb des Flugverkehrs, herrscht emsige Betriebsamkeit. Ob die Instandhaltungsarbeiten in der Nacht, Post- und Frachtbeförderung in den frühen Morgenstunden, der Passagierverkehr tagsüber oder Konferenzen und Banketts am Abend, die Airportcity hat ihren eigenen Pulsschlag. Gleichzeitig ist der Frankfurter Flughafen im wahrsten Sinne des Wortes ein Tor zur Welt und damit Schnittstelle der unterschiedlichsten Kulturen und Nationen. Hinter der Faszination Flughafen Frankfurt steckt ein feingliedriger Mechanismus, in dem alles funktionieren muss und Rädchen in Rädchen greift. Der Bildband Frankfurt Flughafen stellt all die Facetten, die großen und kleinen, die wichtigen und scheinbar unwichtigen Bestandteile dieser komplexen Apparatur vor. Anhand eines Tages werden die unterschiedlichsten Abläufe gezeigt und überraschende Einblicke in eine dem Fluggast verborgene Welt gewährt. Dank der großzügigen Unterstützung zahlreicher Behörden und Unternehmen konnte somit eine einmalige Dokumentation entstehen. Zum ersten Mal wird in umfassender Form und in beeindruckenden Bildern die Faszination des Frankfurter Flughafens dargestellt. Dieses Buch gewährt Einblicke hinter die Kulissen dieser Stadt in der Stadt.




Flughafen Frankfurt

Wygoda, Hafenstadt Frankfurt

Hermann Wygoda, Hafenstadt Frankfurt, B3 Verlag, ISBN 3938783338, 24,90 Euro

In Zeiten der Globalisierung und der schnellen Verkehrsverbindungen auf der Strasse, mit der Bahn und in der Luft denkt kaum noch jemand an die alten Zeiten zurück, als Frankfurt seine wirtschaftliche Bedeutung zum großen Teil auf den Main und seine Häfen zurückführen konnte. Der Frankfurter Journalist Hermann Wygoda dokumentiert in dem Bildband die Geschichte des Mains und des Frankfurter Hafens als Kernstücke der Stadtgeschichte. Auf 350 Abbildungen wird darin schön bebildert, wie die Entwicklung von der Frühzeit über die Gegenwart in die Zukunft aussieht und welche Veränderungen die Stadt, ihr Fluss und ihre Häfen dabei erlebt haben. Die Häfen der Stadt, bis vor wenigen Jahren noch in voller Funktion, haben das Fundament für die Entwicklung der Stadt zur internationalen Finanzmetropole geschaffen. Heute haben sich die Häfen und auch das gesamte Mainufer stark verändert. Der Main, der Ost- und Westhafen sind in das Stadtleben integriert worden, sind Lebens-, Wohn- und Kulturraum geworden. Das Buch Hafenstadt Frankfurt spürt der Geschichte der einzelnen Häfen nach. Es dokumentiert anhand alter Stiche und historischen Fotografien und Unterlagen die Entstehung und die Blütezeit der Häfen, des Mains und der Schifffahrt. Aktuelle Fotografien dokumentieren die Wandlung und Modelle zeigen die Zukunft. Ein Muss für jeden Frankfurtliebhaber.




Hafenstadt Frankfurt

Bruder Paulus, 99-Minuten-Bibel

Bruder Paulus, 99-Minuten-Bibel, Gütersloher Verlagshaus, ISBN 3579064541, 9,95 Euro

Bruder Paulus, der bekannte und beliebte Mönch war lange Zeit unter uns in Frankfurt, wo er zwischen 1998 und 2006 sich nicht nur als Guardian in seinem Kloster Liebfrauen zwischen Hauptwache und Paulskirche um seine Mitmenschen kümmerte und als Gesprächs- und Beichtseelsorger zur Verfügung stand. Seit April 2002 ist er Deutschlands erster Priester und Ordensmann, der eine eigene Talksendung hat. Und freut sich, über diesen Weg zu Menschen zu gelangen, die ihn fragen, wie man im schwierigen beruflichen Alltag ethisch handeln kann. Seit Februar 2006 leitet er das Kapuzinerkloster Dieburg. Seine Gemeinschaft hat ihn dafür freigestellt, mit Menschen über das Thema "Berufung" ins Gespräch zu kommen. Durch sein Engagement soll er jene Männer finden, die von Gott dafür vorbereitet sind, als Kapuziner ein erfülltes Leben zu führen. In der 99 Minuten-Bibel liefert er einen knappen, fundierten Einstieg in das Buch der Bücher. Denn davon ist Bruder Paulus überzeugt: viele Menschen möchten mehr über die Bibel wissen, doch sie kommt vielen Zeitgenossen zu dick, zu schwer, zu unverständlich daher. Bruder Paulus schildert in klaren Worten und gut lesbar das biblische Geschehen und will so Appetit auf mehr machen und Neugier wecken, tiefer in die Welt des Alten und Neuen Testaments einzutauchen und sich von der Begeisterung anstecken zu lassen.




99 Minuten-Bibel

Thelen, Grünes Frankfurt

Sonja Thelen, Grünes Frankfurt, B3 Verlag, ISBN 3938783192, 12 Euro

Die geborene Frankfurterin Sonja Thelen ist ihrer Heimat verbunden. Nach ihrer Arbeit als Zeitungsredakteurin arbeitet sie heute als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen im Rhein-Main-Gebiet und hat sich dabei auf das Thema „Garten“ konzentriert, denn dem Thema widmet sie selbst sich voller Leidenschaft. In Frankfurt ist sie dabei gut aufgehoben, denn "Mainhattan" ist - auch wenn man es ihr im Zentrum nicht unbedingt ansieht - eine der grünsten Großstädte weltweit. Mit gut 5000 Hektar ist der umgebende Stadtwald deutschlandweit der größte "innerstädtische" Forst und der Grüngürtel, der sich wie ein grünes Band 70 Kilometer lang um die Mainmetropole legt, macht ein Drittel der gesamten kommunalen Fläche aus. Aber auch in der Stadt selbst gibt es, wie ihr Büchlein zeigt, einiges zu entdecken: 48 Parks und unzählige Grünanlagen liegen dem Frankfurter quasi vor der Haustür: vom naturbelassenen Volkspark Niddatal, über den exotisch- tropischen Palmengarten bis zu meditativ anmutenden Orten wie dem Chinesischen Garten. Ob Kinder, Familien, Pärchen, Sonnenanbeter, Freizeitsportler, Singles, junge oder alte Menschen: Für jeden findet sich die passende Grünoase. Thelen hat dabei auch die historischen Parks mit ihren herrlichen alten Bäumen beschreiben, die aus englischen Landschaftsgärten hervorgegangen sind und für die oft Heinrich Siesmayer, der Landschaftsarchitekt des Palmengartens verantwortlich zeichnete, die die Rothschilds, Bethmanns oder Brentanos im 18. und 19. Jahrhundert angelegt haben. Spiel, Spaß und Erholung garantieren ebenso die Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Volks- und die vielen Stadtteilparks. Sonja Thelen gibt zu jedem Park ausführliche Hinweise zur Geschichte, Lage, Erreichbarkeit mit Bussen und Bahnen, Parkplätzen, Öffnungszeiten, Gastronomie und Freizeitangeboten und ist damit der erste umfassende Führer zu bekannten und versteckten Plätzen innerhalb des manchmal hektischen Stadtlebens.




Grünes Frankfurt

Goerlich/Voigt, Genießen unter freiem Himmel

Barbara Goerlich, Jaqueline Vogt, Genießen unter freiem Himmel - Frankfurt am Main und südliches Umland, 2. Auflage, B3 Verlag, ISBN: 393878301X, 12 Euro

Die zwei in Frankfurt bekannten Feinschmeckerinnen, die die Leser der Frankfurter Zeitungen immer wieder mit Esstipps und Esswarnungen auf dem Laufenden halten, haben sich der Freiluftgastronomie in und um Frankfurt angenommen. Da der Taunus noch viel zu bieten hat, galt der Schwerpunkt ihrer Recherchen vorerst der Stadt und dem südlichen Umland bis Darmstadt. Hoffentlich folgen noch die anderen Regionen, denn die beiden haben etwas geschaffen was schon überfällig war: einen Überblick über empfehlenswerte Ausflugslokale, wo man unter freiem Himmel ausspannen und genießen kann. Verschiedene der Lokale kennen wir, andere haben wir hinterher ausprobiert und waren begeistert. Da gibt es jede Menge Tipps, die viele Frankfurter nicht kennen. Die jetzt erschienene zweite aktualisierte Auflage ist um einige Adressen ergänzt, andere sind heraus gefallen, das Bessere ist eben der Feind des Guten. Die Autorinnen haben die Restaurants und Lokale in 7 Kategorien eingeteilt, von „Apfelwein & Handkäs“ bis „Schick & Schön“. Und da in "Genießen unter freiem Himmel" natürlich ganz besonderes Augenmerk aufs Openair-Ambiente gelegt wird, wird der Grün- und Garten-Faktor mit bis zu drei Blumentöpfen honoriert. Euromünzen kennzeichnen das Preisniveau, Kochmützen die kulinarische Klasse. Ein Lorbeerkranz führt zu den ganz persönlichen Lieblingslokalen. Garantiert subjektiv, versteht sich.




Genießen unter freiem Himmel

Ball, 100 Frankfurter Köpfe

Steffen Ball, Fernando Baptista, 100 Frankfurter Köpfe, B3 Verlag

Steffen Ball, früher Frankfurter Bild-Gesellschaftsreporter, heute Inhaber einer erfolgreichen Kommunikations-Agentur, kennt sich in Frankfurt aus. Das dürfte ihm bei seinem Buch geholfen haben, in dem er 100 prominente und weniger prominente Ur-Frankfurter und Zugereiste zusammengestellt hat und ihnen mit Fernado Baptista als Fotograf und 10 Fragen auf seinem Notizblock nachstellte. Im großformatigen Buch findet man Sänger, Schauspieler, Intendanten, Dirigenten, Journalisten, Wirtschaftsbosse und Kulturmacher wie Sabrina Setlur, Sonya Kraus, Radost Bokel, Petra Roth, Franziska Reichenbacher, Claus Helmer, Moses Pelham, Wilhelm Bender und Friedrich von Metzler, aber auch Kuriere und Facility Manager, die außer ihrer Freunde und Kunden kaum jemand kennt. Herausgekommen ist ein kurzweiliges Buch, das einen guten Eindruck vermittelt, wie Frankfurt und seine Bürger ticken. Wer nur mal reinschauen will braucht das Buch noch nicht mal zu kaufen. Im Internet ist es unter
www.frankfurter-koepfe.de als Internetausgabe zu finden.




100 Frankfurter Köpfe

Frankfurt, Blicke auf die Mainmetropole

Gabi Winter, Fernando Baptista, Andrea Enderlein, Jochen Günther, Frankfurt - Blicke auf die Mainmetropole, B3 Verlag, 24,90 Euro

Der kleine Frankfurter Verlag hat sich seine Heimatstadt vorgenommen und die Mainmetropole als Zentrum des Rhein-Main-Gebietes vorgestellt. 60 Blicke auf Frankfurt sind es geworden, nur knapp von Gabi Winter betextet und von drei einheimischen Fotografen volksnah und keinesfalls spektakulär fotografiert. Verschiedene Aspekte hat man beleuchtet, die Märkte, Parks, Hochhäuser, Brücken und Friedhöfe vorgestellt und damit klar gemacht, dass Frankfurt trotz seines Airports, der es zur kleinsten europäischen Weltstadt macht, immer noch ein internationales Dorf geblieben ist, mit seiner Geschichte verankert und für zuversichtlich in die Zukunft blickend. Viele Zugereiste kamen als Fremde in die Stadt und gewannen die offene Atmosphäre, mit der alle Fremden willkommen geheißen werden lieb. Das färbt ab. CDU- Oberbürgermeisterin Petra Roth ist viel multikultureller geprägt als manche ihrer SPD-Kollegen. Der Band präsentiert Frankfurt aber auch als ist Kulturstadt, die es sich erlauben kann ein eigenen Museumsufer einzurichten und mit seiner Kunst zu protzen. Ein Bildband mit unterschiedlichen Blickwinkeln, erstaunlichen Motiven und interessanten Details, ein hochwertiges Buch, das Neubürgern einen guten Einblick gibt und Weggezogenen wehmütig zurückdenken lässt.




Frankfurt 60 Blicke

Rosen, Cool Restaurants Frankfurt

Mickey Rosen, Cool Restaurants Frankfurt, TeNeues Verlag, ISBN 3-8237-9118-3, 14,90 Euro

Eine Frankfurter Neuerscheinung landete diese Woche auf unserem Redaktionstisch: Cool Restaurants Frankfurt. "Toll!", sagten wir uns, dass man die Frankfurter Lokale mal in einem mehrsprachigen Band einer internationalen Öffentlichkeit vorstellt. Beim ersten Durchblättern sind wir von der Qualität der Fotos angetan. Schöne Doch die Ernüchterung kam beim Blick auf die Namen der Autoren: Der Frankfurter Gastronom Mickey Rosen als Redakteur und die PR-Frau Gaby Adora als Autorin des Vorworts sind sicherlich smarte Szenegänger mit dem richtigen Näschen für den Trend, doch fragen wir uns, ob man, trotz einem reichlichen Angebot gewiefter Gastronomiekritiker in Frankfurt, den Buchauftrag an Autoren vergeben sollte, die nicht als Kritiker tätig sind, sondern selbst ihre Finger im Geschäft haben. Viele Kollegen erinnern sich noch an den Winzer Armin Diel und den Weinhändler Joel Payne, die für den Gault Millau WeinGuide Weine testen und Spitzenreiter empfehlen. Zwar verzichtet Diel darauf, seine eigenen Weine zu bewerten, doch wurden dort in den 90er Jahren mehrere Jahre lang Spitzenweine gekürt, die zum großen Teil über Paynes Weinhandlung erhältlich waren. Der Meininger-Verlag hatte dieses Verhalten damals kritisiert, was künftig zu einer Auswahl anderer Spitzenreiter führte. Mickey Rosen hat es sich nicht verkneifen können, gleich auf den ersten Seiten zwei seiner eigenen Betriebe aufzuführen. Die Vorzeigerestaurants wie Tigerpalast , Villa Merton und Silk hat man zwar auch vertreten, aber bei den anderer Restaurants und Bars ist die Selektion durchaus subjektiv und hinterlässt beim kritischen Leser ein ungutes Gefühl der Befangenheit.




Cool Restaurants Frankfurt © Cool Restaurants Frankfurt, Photo © Roland Bauer, published by teNeues, € 14,90 www.teneues.com

Kroll, Hessen - Eine starke Geschichte

Frank-Lothar Kroll, Hessen - Eine starke Geschichte, Theiss, ISBN 3806220042, 29,90 Euro

Wie jedes große Unternehmen, dass etwas auf sich hält, hat sich auch das Land Hessen unter der Federführung seines Vorstandsvorsitzenden - Verzeihung: Ministerpräsidenten Roland Koch einen Jubelband zum 60-jährigen Jubiläum schreiben lassen. Den Auftrag dafür erhielt Frank Lothar Kroll, ein Geschichtsprofessor, der derzeit gar nicht aus dem Schreiben heraus kommt, hat er doch fast zeitgleich beim Societaetsverlag einen Band über Wahl und Krönung herausgebraucht, in dem an den 600. Geburtstag der Goldenen Bulle erinnert wird. Der Professor hat Hessen in 13 anschauliche Kapitel seziert und zeigt dem geneigten Leser "den besonderen Charakter Hessens und seiner Bewohner in Geschichte und Gegenwart".

Das reich bebilderte Jubiläumsbuch nimmt die Leser mit auf eine Zeitreise ab 1945 durch die hessische Geschichte. Ausgangspunkt ist meist ein aktueller Aufhänger, der Fragen nach den historischen Anfängen aufwirft und den Weg in die Vergangenheit weisen soll. Dabei geht er noch über die Gründung Hessens als Bundesland vor 60 Jahren hinaus und bemüht die Römer und Chatten. So lernt der Leser, dass Hessen aufgrund seiner Mittellage und der Handelsrouten starken Einflüssen ausgesetzt war, ein Raum des Austauschs und der Kontakte, die sich niemals nur auf das rein Politische erstreckten. Kroll schildert Hessen neben Thüringen als Kernland der Reformation und Fulda als geistiges Zentrum der Gegenreformation. Das erste deutsche Parlament trat 1848/49 in der Paulskirche zusammen, was kaum ein historischer Zufall ist, denn Hessen gehörte mit den Demokraten aus Hallgarten damals zu den Ländern mit demokratischer Tradition. Nicht zu vergessen auch die großen Köpfe des deutschen Geisteslebens wie Goethe, die Brüder Grimm, Büchner, Börne oder Grimmelshausen. Und welcher Einfluss von Hessen noch ausging, erzählen die barocken Zeugnisse Kassels, die bis heute auf seine Bedeutung als große europäische Residenzstadt hinweisen.




Hessen


Bäppler/Nicolai, Samstags gibt's Dick Supp