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Donnerstag, 8. Dezember 2011 - 10:59 Uhr
Wilcock, Die Autobiografie und das Sexleben des Andy Warhol

John Wilcock, der Gründer der New Yorker Kult-Zeitschrift Village Voice hatte 1969 zusammen mit Andy Warhol das legendäre Interview Magazine ins Leben gerufen und sich auch mit seinen Reisebücher einen Namen gemacht. Sein Bildband enthält exklusives Bildmaterial und ist eine echte Entdeckung, denn "The Autobiography And Sex Life Of Andy Warhol", so der Originaltitel des Buches aus dem Jahr 1971, hatte er zu Lebzeiten von Warhol veröffentlicht. Danach war er nie wieder aufgelegt worden. Der Publizist Christopher Trela war fasziniert von den Interviews in dem Buch und den zahlreichen Fotos und konnte nicht verstehen, warum das Buch über Andy Warhol, den Star der Pop Art, in Vergessenheit geraten war? Der Buchtitel war eine Idee von Warhols Manager Paul Morrissey. Eigentlich war es ja Etikettenschwindel, denn über Warhol wird ausschließlich von anderen berichtet. Trela legte das Buch neu auf, ließ es in bunten "Warhol-Farben" neu gestalten, ergänzte es mit wegweisenden Kunstwerken von Andy Warhol und vielen neuen, teils exklusiven Fotos. So entstand eine einzigartige, umfassende und tiefgehende Biografie des Pop-Provokateurs Andy Warhol, die sich wie ein Puzzle aus Interviews, Fotos und Pop Art-Bildern zusammensetzt.

John Wilcock, Christopher Trela, Die Autobiografie und ndas Sexleben des Andy Warhol, Habnnibal Verlag, ISBN 9783854453628, 39,99 €

Sonntag, 27. November 2011 - 14:43 Uhr
40 Jahre Queen

1970 kam Harry Doherty als Redakteur zum englischen Melody Maker und arbeitet seither als Musikjournalist. Dabei verfolgte er die Karriere zahlreicher Top-Bands, darunter auch Queen, mit deren Musikern er eine freundschaftliche Beziehung pflegt. Später wurde Doherty Gründungsredakteur des Metal Hammer und Chefredakteur des weltweit ersten Hardrock-Video-Magazins Hard n Heavy. Heute schreibt er die Titelgeschichten für das Classic Rock-Magazin. Jemand der sic ebstens auskennt also und deshalb schon ein Fest für die Fans, denn dies ist das offizielle Buch zum Bandjubiläum mit einer Einführung von Brian May und Roger Taylor. Der hochwertig ausgestattete Hardcover-Band im Schuber enthält neben exklusivem Bildmaterial auch eine Interview-CD, rare Fanartikel und herausnehmbare Gimmicks. Im September wäre Freddie Mercury 65 Jahre alt geworden und dies war Anlass einer deutschen Jubliäumsausstellung dieser weltweit erfolgreichen Band, die auch 1970 gegründet wurde und deren Hits auch heute noch in den Medien präsent sind: "We Are the Champions" ist seit vielen Jahren die obligatorische Musik bei Meisterschaften in allen Sportarten, und Klassiker wie "We Will Rock You", "Bohemian Rhapsody", "Another One Bites the Dust" oder "Radio GaGa" gehören längst zum Kanon der Popkultur.

Harry Doherty, 40 Jahre Queen, Hannibal Verlag, ISBN 978 3854453611, 39,99 €

Montag, 13. Juni 2011 - 10:24 Uhr
Jens, Freiwild

Aufsehen erregte der Journalist Tilman Jens schon durch sein Buch über seinen dementen Vater Walter Jens. Der langjährige Mitarbeiter des Hessischen Rundfunks hat aber auch andere Publikationen über Uwe Johnson, Mark Twain, Goethe und seine Opfer herausgebracht. 2011 widmet er sich der persönlichen Rückschau auf die Jahre in einem skandalumwitterten Internat: der Odenwaldschule.

Internate, diese Sehnsuchts- und Schreckensorte, haben Tilman Jens früh fasziniert. Sein neues Buch ist durchzogen von persönlichen Erinnerungen aus seiner Zeit an der Odenwaldschule. Dabei geht es ihm weniger darum, skandal-versessen immer neue Missbrauchsfälle zu enthüllen, sondern um die Rekonstruktion der damaligen Stimmung und um eine Erklärung, wie es zu den grausamen Vorfällen kommen konnte.

Dazu werden nicht nur die Aussagen von Opfern und Ermittlern dokumentiert, sondern auch einige der Täter porträtiert. Nicht Apologie steht hier im Vordergrund des Interesses, sondern eine möglichst genaue Klärung, herausgearbeitet aus der Konfrontation der Fakten und Aussagen so gegensätzlicher Quellen. So wird dieses Buch nicht nur die konkreten Geschehnisse aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, sondern zugleich jenes Zeitpanorama erhellen, in dem sich die Übergriffe abspielten.

»Da tut sich ein komplexes, schmerzhaftes Sittenpanorama auf, das sich, so viel ist gewiss, jeder einfachen Antwort verweigert. Nicht weniger als dies gilt es exemplarisch zu beschreiben.«

Tilman Jens, Freiwild - Die Odenwaldschule, Gütersloher Verlagshaus, ISBN 9783579067445, 17,99 €

Samstag, 28. Mai 2011 - 13:36 Uhr
Feidman, Du gehst, du sprichst, du singst, du tanzt: Erinnerungen

Giora Feidman, der vor 75 Jahren im argentinischen Buenos Aires geboren wurde, entstammt einer Musiker-Familie. 1957 übersiedelte er nach Israel, wo er 18 Jahre lang Mitglied des Israel Philharmonic Orchestra ist, bevor Anfang der 70er-Jahre seine Solo-Karriere als Klezmer-Interpret startet. Feidman ist seit vielen Jahren in der Welt zu Hause, ein Grenzgänger, vor allem in der Musik. Er hat mit Benny Goodman Jazz und mit Astor Piazzolla Tango gespielt; er ist in der Musik George Gershwins ebenso heimisch wie in der Wiener Klassik eines Mozart oder Schubert. Zur Legende geworden ist er allerdings als Interpret der traditionellen jüdischen Musik, des Klezmer. Mehr als ein Musiker – ein Botschafter der Versöhnung und des Friedens zwischen den Völkern und Religionen. Das beweist auch das hohe Ansehen, das er in Deutschland genießt, wenn er als regelmäßiger Gast durch die Konzerthallen und die Kirchentage tourt und mit seiner sanft einschmeichelnden Musik vielen Menschen unvergesslich ist, wenn er als Klarinettist Schindlers Liste eine musikalische Stimme gibt.


Giora Feidman, Du gehst, du sprichst, du singst, du tanzt: Erinnerungen, Pattloch Verlag, ISBN 9783629022844, 19,99 €

Montag, 25. April 2011 - 11:06 Uhr
Die Perry Rhodan Chronik

1961 begann die unglaubliche Geschichte einer deutschen SF-Serie, die bis heute andauert und insgesamt mit einer Auflage von mehr als einer Milliarde Heften und Büchern die Leser begeistert. Als sich Anfang des 1961 Verleger Rolf Heyne mit den Autoren Karl-Herbert Scheer und Walter Ernsting (besser bekannt als Clark Darlton) traf, um die neuartige Science Fiction-Serie zu entwickeln, konnte wohl noch niemand den langen Erfolg voraussehen. Die Fortsetzungsserie mit Perry Rhodan als feststehenden Helden wurde geboren.

Perry Rhodan traf den Nerv der Zeit: Science Fiction war ein Massenphänomen, das 1957 durch Sputnik, den ersten Satelliten im All, und vier Jahre später durch den ersten Weltraumflug Juri Gagarins frische Nahrung bekam. Als John F. Kennedy darauf am 25. Mai 1961 seine berühmte Rede hielt, in der er versprach, noch im selben Jahrzehnt solle ein Amerikaner auf dem Mond landen und sicher wieder zur Erde zurückkehren, hatte K.H. Scheer, der Autor des ersten Heftes sein Thema für den am 8. September 1961 erschienenen Band: Perry Rhodans erste Landung auf dem Mond am 19. Juni 1971 (an Scheers Geburtstag). So wurde der Autor der Vordenker einer komplexen technischen Welt der Zukunft. Wenn es nach Scheer und seinen Koautoren gegangen wäre hätte sich die Welt schon 1990 von den Machtblöcken verabschiedet und sich als Terraner vereinigt. Da hatten wir gerade mal die Wiedervereinigung.

Michael Nagula, der selbst einige Jahre im Autorenteam gearbeitet hat, recherchierte die Geschichten rund um die Erfolgsserie akribisch und dokumentierte sie in dem Buch. Von der Vorgeschichte bis heute! Es finden sich darin viele Anekdoten, intime Blicke hinter die Kulissen des Moewig Verlages, die ersten Fanclubs, dann Lizenzausgaben in Japan, Frankreich, den Niederlanden und sogar in den USA sowie die umstrittene Produktion des ersten Kinofilms 1967. Die ungewöhnliche Biografie einer Romanserie wird ergänzt durch wichtige Meilensteine der Romanhandlung. Ein Leckerbissen für die Fans!


Michael Nagula, Die Perry Rhodan Chronik, Hannibal Verlag, ISBN 9783854453260, 24,99 Euro

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Abramson, Obama - Hoffnung für die Welt

 

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Hoffmann. Ein Lesebuch

 

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Neef, Im Rhythmus der Stille

 

Parini, Ein russischer Sommer

 

Ramonet, Fidel Castro

 

Schlöndorff, Licht, Schatten und Bewegung

 

Seifert, Tief in Deutschland

 




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Schlöndorff, Licht, Schatten und Bewegung Er hat mit seinen Werken Filmgeschichte geschrieben. Volker Schlöndorff gehört zu den wenigen deutschen Regisseuren, die Weltgeltung haben. Sehr anschaulich erzählt er von seiner Kindheit im Nachkriegsdeutschland, von Schuljahren in Frankreich, von seinem politischen Engagement und seinem Werdegang als Regisseur. Er war und ist mit Heinrich Böll, Günter Grass, Max Frisch und Arthur Miller befreundet, deren Werke er verfilmte; für die ›Blechtrommel‹ erhielt er den Oscar. Freimütig erzählt er von seinen Liebesaffären, gibt lebendige Einblicke in die Arbeit an seinen Filmen und zeichnet farbige Porträts von Regiekollegen wie Rainer Werner Fassbinder oder Werner Herzog und Schauspielern wie Alain Delon, Jeanne Moreau oder Mario Adorf.

 

Longerich, Joseph Goebbels: Biographie Der Deutsche Peter Longerich ist Professor für Neuere und neueste deutsche Geschichte und Direktor des Research Centre for the Holocaust and Twentieth-Century History am Royal Holloway College der Universität London. Zuvor war er am Münchener Institut für Zeitgeschichte tätig. Als Mitherausgeber der "Enzyklopädie des Holocaust" (1993) und Autor einer Geschichte der SA und zuletzt von "'Davon haben wir nichts gewusst!' Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933–1945" gilt er als einer der profundesten Kenner der Zeit des Nationalsozialismus. Jetzt hat er sich des Themas Joseph Goebbels angenommen. Der "Einpeitscher Hitlers" war ein radikaler Antisemit und Gewaltfanatiker, der sich in der Rolle des Schöngeists gefiel und zugleich eine entscheidende Rolle bei den Verbrechen des »Dritten Reichs« spielte. Die Biographie erzählt die politische und die private Lebensgeschichte des Chefpropagandisten und wirft ein neues Licht auf Öffentlichkeit und Herrschaft im Nationalsozialismus. Goebbels war die beherrschende Figur der damaligen Medien- und Kulturpolitik, und konnte später erhebliche Kompetenzen im Bereich der zivilen Kriegführung auf seine Person zu vereinen. Als einer der führenden Nationalsozialisten trat er für eine immer radikalere Politik des Regimes ein. Sein Lebensziel war es, sich als genialen Lenker des allumfassenden Propagandaapparates zu inszenieren, der in der Lage war, die Übereinstimmung von »Volk und Führer« herzustellen. Longerich entzaubert dies und zeigt, wie abhängig Goebbels vom Zuspruch seines vergötterten »Führers« war und wie ihm die selbst geschaffene Scheinwelt immer mehr zur Realität wurde. Dass er am Ende nicht nur Hitler in den Selbstmord folgte, sondern seine Frau Magda und seine sechs Kinder mit in den Tod riss, erscheint als der konsequente Schlusspunkt einer über zwei Jahrzehnte gewachsenen totalen Abhängigkeit.

 

Jens, Freiwild Aufsehen erregte der Journalist Tilman Jens schon durch sein Buch über seinen dementen Vater Walter Jens. Der langjährige Mitarbeiter des Hessischen Rundfunks hat aber auch andere Publikationen über Uwe Johnson, Mark Twain, Goethe und seine Opfer herausgebracht. 2011 widmet er sich der persönlichen Rückschau auf die Jahre in einem skandalumwitterten Internat: der Odenwaldschule. Internate, diese Sehnsuchts- und Schreckensorte, haben Tilman Jens früh fasziniert. Sein neues Buch ist durchzogen von persönlichen Erinnerungen aus seiner Zeit an der Odenwaldschule. Dabei geht es ihm weniger darum, skandal-versessen immer neue Missbrauchsfälle zu enthüllen, sondern um die Rekonstruktion der damaligen Stimmung und um eine Erklärung, wie es zu den grausamen Vorfällen kommen konnte. Dazu werden nicht nur die Aussagen von Opfern und Ermittlern dokumentiert, sondern auch einige der Täter porträtiert. Nicht Apologie steht hier im Vordergrund des Interesses, sondern eine möglichst genaue Klärung, herausgearbeitet aus der Konfrontation der Fakten und Aussagen so gegensätzlicher Quellen. So wird dieses Buch nicht nur die konkreten Geschehnisse aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, sondern zugleich jenes Zeitpanorama erhellen, in dem sich die Übergriffe abspielten. »Da tut sich ein komplexes, schmerzhaftes Sittenpanorama auf, das sich, so viel ist gewiss, jeder einfachen Antwort verweigert. Nicht weniger als dies gilt es exemplarisch zu beschreiben.«

 

Feidman, Du gehst, du sprichst, du singst, du tanz Giora Feidman, der vor 75 Jahren im argentinischen Buenos Aires geboren wurde, entstammt einer Musiker-Familie. 1957 übersiedelte er nach Israel, wo er 18 Jahre lang Mitglied des Israel Philharmonic Orchestra ist, bevor Anfang der 70er-Jahre seine Solo-Karriere als Klezmer-Interpret startet. Feidman ist seit vielen Jahren in der Welt zu Hause, ein Grenzgänger, vor allem in der Musik. Er hat mit Benny Goodman Jazz und mit Astor Piazzolla Tango gespielt; er ist in der Musik George Gershwins ebenso heimisch wie in der Wiener Klassik eines Mozart oder Schubert. Zur Legende geworden ist er allerdings als Interpret der traditionellen jüdischen Musik, des Klezmer. Mehr als ein Musiker – ein Botschafter der Versöhnung und des Friedens zwischen den Völkern und Religionen. Das beweist auch das hohe Ansehen, das er in Deutschland genießt, wenn er als regelmäßiger Gast durch die Konzerthallen und die Kirchentage tourt und mit seiner sanft einschmeichelnden Musik vielen Menschen unvergesslich ist, wenn er als Klarinettist Schindlers Liste eine musikalische Stimme gibt.

 

Nagula, Die Perry Rhodan Chronik 1961 begann die unglaubliche Geschichte einer deutschen SF-Serie, die bis heute andauert und insgesamt mit einer Auflage von mehr als einer Milliarde Heften und Büchern die Leser begeistert. Als sich Anfang des 1961 Verleger Rolf Heyne mit den Autoren Karl-Herbert Scheer und Walter Ernsting (besser bekannt als Clark Darlton) traf, um die neuartige Science Fiction-Serie zu entwickeln, konnte wohl noch niemand den langen Erfolg voraussehen. Die Fortsetzungsserie mit Perry Rhodan als feststehenden Helden wurde geboren. Perry Rhodan traf den Nerv der Zeit: Science Fiction war ein Massenphänomen, das 1957 durch Sputnik, den ersten Satelliten im All, und vier Jahre später durch den ersten Weltraumflug Juri Gagarins frische Nahrung bekam. Als John F. Kennedy darauf am 25. Mai 1961 seine berühmte Rede hielt, in der er versprach, noch im selben Jahrzehnt solle ein Amerikaner auf dem Mond landen und sicher wieder zur Erde zurückkehren, hatte K.H. Scheer, der Autor des ersten Heftes sein Thema für den am 8. September 1961 erschienenen Band: Perry Rhodans erste Landung auf dem Mond am 19. Juni 1971 (an Scheers Geburtstag). So wurde der Autor der Vordenker einer komplexen technischen Welt der Zukunft. Wenn es nach Scheer und seinen Koautoren gegangen wäre hätte sich die Welt schon 1990 von den Machtblöcken verabschiedet und sich als Terraner vereinigt. Da hatten wir gerade mal die Wiedervereinigung. Michael Nagula, der selbst einige Jahre im Autorenteam gearbeitet hat, recherchierte die Geschichten rund um die Erfolgsserie akribisch und dokumentierte sie in dem Buch. Von der Vorgeschichte bis heute! Es finden sich darin viele Anekdoten, intime Blicke hinter die Kulissen des Moewig Verlages, die ersten Fanclubs, dann Lizenzausgaben in Japan, Frankreich, den Niederlanden und sogar in den USA sowie die umstrittene Produktion des ersten Kinofilms 1967. Die ungewöhnliche Biografie einer Romanserie wird ergänzt durch wichtige Meilensteine der Romanhandlung. Ein Leckerbissen für die Fans!

 

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Axel Brüggemann, Wagners Welt oder Wie Deutschland zur Oper wurde, Bärenreiter Verlag, 2006, ISBN 978-3761818398, 19,95 Euro

Brüggemanns Buch führt den Leser im Galopp durch das Wagner'sche und deutsche Musiktheater. Der Wort- und Ideenjongleur setzt dem Wagner-Pathos ein Funken sprühendes Divertimento entgegen. In sechs Kapiteln (Vita und Werk, Töne und Theorien, Leben und Lieben, Ideen und Inszenierungen, Politik und Psychologie, Kult und Kritik, Mythos und Marketing) nimmt er die Leser mit in Wagners Welt - und durch deutsche Geschichte bis zur Gegenwart. Zugegeben, der Chefredakteur des Crescendo nimmt es teilweise mit den historischen Fakten nicht so genau und hat sich dadurch von einigen Fachkollegen schon heftige Kritik anhören müssen, doch gerade bei Wagner, der bis in die heutige Zeit polarisiert und wie kaum ein anderer Komponist ein Lagerdenken hervorruft, darf und muss man eine solche vehemente Kritik erwarten. Nichtsdestotrotz ist Brüggemann ein gut lesbares, flottes Buch gelungen, das in vielen Punkten ein neues Licht auf den Komponisten wirft. Wenn Brüggemann sein Werk mit dem Hinweis endet, Wagner sei "noch immer der bekannteste unbekannte Deutsche", dann hat er damit sicherlich nicht Unrecht.




Brüggemann Wagners Welt


Nagula, Die Perry Rhodan Chronik
Schlöndorff, Licht, Schatten und Bewegung