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Nazim Hikmet, Die Namen der Sehnsucht: Gedichte, Ammann, 2008, ISBN 325010440X, 29,90 Euro
Nâzim Hikmet wurde 1902 in Thessaloniki geboren und wuchs in der kosmopolitischen Atmosphäre Istanbuls auf. Zeitlebens blieb der politisch engagierte Dichter in seiner Heimat verfolgt. Sechzehn Jahre verbrachte er im Gefängnis, zwanzig Jahre lebte er im Ausland, zumeist als Exilant. 1963 starb er in Moskau. Publikationsverbot bestand in der Türkei bis 1965. Das Werk von Hikmet ist ein Meilenstein der modernen türkischen Literatur. Zu seinen Lebzeiten galt er als poetischer Popstar, dessen Texte zu Liedern, Parolen und geflügelten Worten wurden. Seine Gedichte sind zugleich Erlebnis und Dokumentation des 20. Jahrhunderts. Die Neuübersetzung von Gisela Kraft erschließt endlich auch die existentielle Dimension dieses außergewöhnlichen Lyrikers. Ihre Auswahl ist eine Reise zu den Stationen seines Lebens: vom zarten Debüt des Elfjährigen aus Istanbul bis hin zur ironischen Skepsis im Moskauer Exil. Sie vollzieht seinen künstlerischen Werdegang nach und zeigt den Dichter in allen seinen Wandlungen: als Liebenden und Freund, als Kämpfer und Agitator, als Romantiker und avantgardistischen Sprachspieler. Hikmets Ton ist mal zweifelnd, verzweifelnd, mal maßlos mutig, mal lakonisch komisch - aber immer voll poetischer Intensität.
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Grischkowez, Flüsse Kloeble, Unter Einzelgängern
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