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Khoury, Der Hadith |
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Adel Th. Khoury, Der Hadith. Quelle der islamischen Tradition: Band 1: Der Glaube, Gütersloher Verlagshaus, ISBN 3579080660, 49,95 Euro
Neben dem Koran ist der Hadith die zweite verbindliche Quelle für den islamischen Gluben. Im Hadith hält die islamische Tradition fest, wie Mohammad selbst den Koran lebte, auslegte und im Alltag zur Rechtleitung der Gläubigen anwandte. So enthält der Hadith Berichte über Mohammads Aussprüche, Anweisungen, Verordnungen, Feststellungen, Wertungen und Stellungnahmen zu verschiedenen Fragen, sein Verhalten, seine Handlungsweise in der religiösen Pflichtenerfüllung, seine praktische Haltung bei der Anwendung religiöser Richtlinien und seine Haltung zu dem, was seine Gemeinde tat. Adel Theodor Khoury hat sich mit seiner Koran-Übersetzung in der muslimischen Welt einen guten Namen gemacht und hat für die fünfbändige Ausgabe die bedeutendsten arabisch-sprachigen Hadith-Sammlungen verglichen, übersetzt und zusammengeführt. Das entstandene fünfbändige Werk, von dem jetzt der erste Band erschienen ist, ist in Art und Umfang einmalig im deutschen Sprachraum und öffnet neue Türen zum Verständnis des Islams.
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Der Hadith
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Caberta, Schwarzbuch Scientology |
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Ursula Caberta, Schwarzbuch Scientology, Gütersloher Verlagshaus, ISBN 9783579069746, 17,95 Euro
Scientology - ein lange verdrängtes Gefahrenpotential taucht wieder auf. Wie können Kinder und Jugendliche vor totalitären Seelenjägern geschützt werden? Ein kritisches Sachbuch zu einem hochaktuellen Thema. Wer das Vorwort des bayrischen Innenministers Beckstein liest, mit dem er sehr offen vor den Scientologen warnt, den darf es nicht verwundern, dass die Organisation umgehend ihre Anwälte einschaltete. Mehrere Abmahnungen flatterten dem Gütersloher Verlagshaus ins Lektorat, um die Veröffentlichung zu verhindern. Verhindern konnten sie die Auslieferung des Buches dennoch nicht.
Nach Jahren des Deckungskampfes treten die Scientologen wieder offensiver auf, sei es durch die Eröffnung einer Kirche in Berlin, sei es durch die Hochzeit ihres Mitglieds und Schauspielers Tom Cruise. Auch mit Nachhilfeinstituten, hinter denen Scientology steckt, wird wieder massiv versucht Seelen zu ködern. Die totalitäre Psychoorganisation wird von der Scientology-Expertin Ursula Caberta, die als Mitglied der Arbeitsgruppe Scientology dem Hamburger Senat über die Aktivitäten der Organisation informiert und aussteigewillige Mitglieder berät, genau beleuchtet. Sie verdeutlicht in ihrem Buch die Gefahren, die von ihr ausgeht: Anhand zahlreicher Beispiele zeigt sie, was falsche Propheten und elterliche Arroganz anrichten können. Wichtige Praxis-Tipps ermöglichen es Eltern, Pädagogen und allen in Jugend- und Sozialarbeit Tätigen, Probleme zu erkennen und Lösungen zu erarbeiten.
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Schwarzbuch Scientology
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Benedikt XVI., Jesus von Nazareth |
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Joseph Ratzinger/Benedikt XVI., Jesus von Nazareth. Von der Taufe im Jordan bis zur Verklärung, Herder, ISBN 3451298619, 24 Euro
Sich selbst ein Geschenk zu seinem 80. Geburtstag machte sich Papst Benedikt XVI. mit seiner großangelegten Arbeit über Jesus von Nazareth: Weniger eine Biographie finden wir dort, sondern ein Buch vornehmlich an die katholischen Christen, die Gewissheit für ihren Glauben suchen. Der frühere Kardinal Ratzinger geht dabei von der „Taufe Jesu“ über seine Versuchung bis hin zur Verklärung. Der Papst verfasste sein Werk nicht in Latein, sondern bemühte sich um eine klarer Sprache, die auch für Nicht-Christen aufschlussreich ist und neben dem Portraitierten auch den Autor erkennen lassen.
Eindringlich behandelt der Papst die Bergpredigt und seine Gleichnisse, mit denen er seinen Lesern den Kern des christlichen Glaubens vor Augen führt. Vielleicht ein neuer Ansatz, die Schar seiner früheren Kritiker sanfter zu stimmen, die er schon zuvor teilweise auch angenehm überraschte. Auf die Frage "Wer ist Jesus von Nazareth - ein großer Mensch oder mehr?" versucht er seine Antwort zu finden und ordnet diese bewusst nicht in den dogmatischen Glaubenskanon der Kirche ein. Als Kardinal hatte er bereits mit dem Buch begonnen und nutze nach der Wahl jede freie Minute zum Schreiben. Die Summe eines großen Theologenlebens und ein sehr persönliches Buch.
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Jesus von Nazareth
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Bruder Paulus, 99-Minuten-Bibel |
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Bruder Paulus, 99-Minuten-Bibel, Gütersloher Verlagshaus, ISBN 3579064541, 9,95 Euro
Bruder Paulus, der bekannte und beliebte Mönch war lange Zeit unter uns in Frankfurt, wo er zwischen 1998 und 2006 sich nicht nur als Guardian in seinem Kloster Liebfrauen zwischen Hauptwache und Paulskirche um seine Mitmenschen kümmerte und als Gesprächs- und Beichtseelsorger zur Verfügung stand. Seit April 2002 ist er Deutschlands erster Priester und Ordensmann, der eine eigene Talksendung hat. Und freut sich, über diesen Weg zu Menschen zu gelangen, die ihn fragen, wie man im schwierigen beruflichen Alltag ethisch handeln kann. Seit Februar 2006 leitet er das Kapuzinerkloster Dieburg. Seine Gemeinschaft hat ihn dafür freigestellt, mit Menschen über das Thema "Berufung" ins Gespräch zu kommen. Durch sein Engagement soll er jene Männer finden, die von Gott dafür vorbereitet sind, als Kapuziner ein erfülltes Leben zu führen. In der 99 Minuten-Bibel liefert er einen knappen, fundierten Einstieg in das Buch der Bücher. Denn davon ist Bruder Paulus überzeugt: viele Menschen möchten mehr über die Bibel wissen, doch sie kommt vielen Zeitgenossen zu dick, zu schwer, zu unverständlich daher. Bruder Paulus schildert in klaren Worten und gut lesbar das biblische Geschehen und will so Appetit auf mehr machen und Neugier wecken, tiefer in die Welt des Alten und Neuen Testaments einzutauchen und sich von der Begeisterung anstecken zu lassen.
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99 Minuten-Bibel
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Attia, Orient- und Islambilder |
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Iman Attia, Orient- und Islambilder, Unrast Verlag, ISBN 3897714663, 19,80 Euro
Die Bilder vom Orient und Islam sind in unserer Kultur vielfältig: da stehen die orientalischen Wohlgerüche dem Knoblauchstinker gegenüber, die erotischen Haremsdamen den unterdrückten Kopftuchträgerinnen. Diese Bilder werden zum Teil seit Jahrhunderten überliefert, zum Teil durch den reduzierten Kontakt mit Moslems vereinfacht aus dem Alltagsleben übernommen, doch kann man beide als fixen Teil des west-europäischen Kulturgutes betrachten. Seit Ende des kalten Krieges zwischen Ost und West greifen die USA wie Europa auf die alten Bilder zurück. Gerade erst ereifern sich die deutschen Wahrer dieser Kultur darüber, dass der türkische Ministerpräsident Erdogan die Forderung des Westens an seine Neubürger, die alten Wurzeln abzuschütteln anstatt sich sozialverträglich zu integrieren, als Verbrechen an der Menschlichkeit anprangert. Dabei ist es zu bezweifeln, ob diese Assimilation wirklich ausreicht, um das westliche Selbstverständnis in Abgrenzung zum östlichen "Anderen" zu befriedigen, wie vor 70 Jahren die deutschen Juden leidvoll erleben mussten. Wie bereits im Mittelalter sind heute religiös begründete Unterschiede zwischen Ost und West bedeutsamer als systembedingte. Sie legitimieren politische Entscheidungen und erfahren auf Grund der tradierten Bilder Rückhalt in der Bevölkerung.
In islamischen Kulturen scheint der Umgang mit Lüge und Wahrheit weniger belastet zu sein. Es geht nicht ums Prinzip und dessen uneingeschränkte Befolgung, sondern um einen sozialverträglichen Umgang damit. Die Sozialwissenschaftlerin Iman Attia wuchs in Ägypten und anderen islamischen Ländern auf und lebt heute in Deutschland. Interreligiöse Dialoge und die Unterscheidung zwischen guten und bösen Moslems sind derzeit verbreitet. Sie zeugen zwar vom guten Willen, ändern jedoch nichts daran, dass ›die Anderen‹ weiterhin als grundsätzlich verschieden wahrgenommen werden. Demgegenüber setzt der vorliegende Sammelband an der Konstruktion des Gegenbildes Orient bzw. Islam an und legt die dahinter liegenden Interessen offen.
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Attia
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