Donnerstag, 26. Januar 2012 - 11:08 Uhr
Rennen durch die Wüste - Zum Egypt Marathon nach Luxor
Als im Januar 2011 der Egypt Marathon in Luxor auf dem Programm stand, hatte wohl kaum einer der Teilnehmer damit gerechnet, dass sich nach der tunesischen Revolution die Lage in Ägypten so schnell ändern würde. Noch in der Phase vor dem Rennen hatten wir der ägyptischen Hauptstadt Kairo einen kurzen Besuch abgestattet. Damals war auf dem zentralen Tahrir-Platz kaum Protest zu vernehmen, doch schon in den nächsten Tagen, als wir bereits weiter ans Rote Meer nach Hurghada gereist waren, forderte dort der ägyptische Wutbürger mit Massenprotesten seine Freiheit, die in den folgenden Tagen und Wochen die alte Regierung aus ihren Sesseln fegen sollte. In den Urlaubshochburgen am Roten Meer war davon fast nichts zu spüren.
Auf der Fahrt durch die Wüste nach Luxor machte sich bereits Unruhe bemerkbar und in der Stadt selbst zeigte die massive Militärpräsenz, dass die Lage im Lande kritisch war. Die Regierung hatte zu diesem Zeitpunkt das Internet gekappt, um die Verbreitung der revolutionären Gedanken zu stoppen - vergebens.
Während im ganzen Land die Menschen auf die Straßen gingen und für Freiheit und Demokratie demonstrierten, gingen bei den Ausgrabungsstätten rund um Luxor die Läufer aus aller Welt auf die Strecke. Neben dem klassischen Marathon bestand auch die Möglichkeit am Halbmarathon oder am leichten Ramses Run & Walk über eine Strecke von rund 12 Kilometern teilzunehmen, die ein Nachfahre des großen Pharao in seiner typischen Tracht begleitete.
Vom Hatshepsut Tempel ging der Lauf vorbei an den Monumentalfiguren und am Tal der Könige und bot damit bei angenehmen Temperaturen eine erstklassige Möglichkeit, sich die Schönheiten des alten Ägyptens zu erlaufen. Wer an dem Lauf teilnimmt, sollte allerdings besser schnell sein, denn nach Einlauf der Sieger, musste sich das restliche Läuferfeld die Straße mit Eselskarren, Bussen und LKWs teilen. Gasser Riad, der den Marathon organisiert, saß in den Tagen vor dem Event sicherlich auf glühenden Kohlen, denn am Tage des Laufes, versprach es nach den Freitagsgebeten neue Proteste zu geben und die Reaktion der Regierung war kaum absehbar. Zum Glück blieb es ruhig im Land am Nil, dass hauptsächlich vom Tourismus lebt. Außer einigen kleineren Behinderungen und nächtlichen Ausgangssperren für die Stadt blieb die Lage in Luxor ruhig.
Auch jetzt, am Jahrestag der Revolution, kurz nach den ersten freien Wahlen, steht in Luxor wieder der Ägypten-Marathon vor der Tür. Noch immer trauen viele Reisende dem Frieden nicht so recht und bleiben den Pyramiden fern. Für alle anderen bietet sich so die einmalige Chance, das Land zu besuchen und ohne die Konkurrenz von Tausenden von Touristen die bezaubernden Sehenswürdigkeiten des Landes zu bereisen.
Also nichts wie ab zum Egypt Marathon am 27. Januar 2012. Eine wundervolle Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen - und etwas für die eigene Gesundheit zu tun.
Dienstag, 24. Januar 2012 - 12:15 Uhr
Gastland Korea auf der Madrid Fusión

Es gilt als eines der fuehrenden Gastronomiefestivals Europas: die Madrid Fusión, die alljaehrlich im Januar die fuehrenden Koeche der Welt in der spanischen Hauptstadt versammelt. In diesem Jahr ist Korea Gastland der Veranstaltung. Das Land, das durch seine Vorliebe zum Kohl bekannt ist hat einiges zu bieten.
Nationalgericht Koreas ist Kimchi, ein überwiegend scharf eingelegtes Gemüse. Aber auch Bulgogi (gebratene Streifen vom Rindfleisch) darf nicht fehlen. Die in einer Mischung aus Sojasoße, Sesam und Gewürzen marinierten Fleischstreifen werden dafuer über einem Holzkohlenfeuer gebraten. Galbi sind die zarten Rippenstücke, die ebenfalls mariniert und dann gebraten oder gegrillt werden. Neben Fleisch ist Reis ein wichtiger Bestandteil des Essens. Zu einer echten koreanischen Mahlzeit gehört auch Suppe (guk). Berühmt ist die Doenjangguk, eine Suppe aus fermentierten Sojabohnen mit Gemüse und teils mit Muscheln. Auch die Bruehe aus Myeolchi-Pulver (getrockneten, fermentierten Sardellen) und Gemüsesuppen mit Spinat, Rettich oder Algen erfreuen sich bei den Koreanern hoher Beliebtheit. Zur Eroeffnungsgala im Casino von Madrid durfte auch Bibimbap nicht fehlen, das ist Reis mit verschiedenen Gemüsesorten, Rindfleisch, einem gebratenem Ei und Gochujang (einer Chilipaste), das vor dem Genuss miteinander vermengt wird. Daher kommt auch der Name Bibimbap. Dazu werden oft weitere Beilagen (wie der allgegenwaertige Kimchi) gereicht, die mit Stäbchen gegessen werden. Gekühltes, in Stuecke geschnittenes Obst dient meist als Dessert: Je nach Jahreszeit kommen dann Melonen, Erdbeeren, Äpfel oder Nashi-Birnen auf den Tisch. Bei Festen wird auch oft aus rituellen Gruenden Reiskuchen serviert.
Sonntag, 22. Januar 2012 - 20:19 Uhr
Zum Drachenfest nach Taiwan

Anfang Februar findet in Taiwan wie jedes Jahr wieder eines der großartigsten Feste der Welt statt. Das Neujahrsfest findet immer am zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende statt. In diesem Jahr ist das am 23. Januar unseres gregorianischen Kalenders. Dann befindet sich das ganze Land in einem wahren Fest-Marathon, den man als staunender Tourist begeistert verfolgen kann. Den Abschluss der Neujahrsfeierlichkeiten bildet als deren Höhepunkt das Laternenfest. Der Ort wechselt von Jahr zu Jahr. In diesem Jahr finden die offiziellen Feierlichkeiten vom 6. bis 19. Februar in Lukang statt. Ein wahres Fest für die Augen. Der renommierte Discovery Channel hat es zu den besten Feiern der Welt gekürt. 2012 verspricht spannend zu werden, denn nach der chinesischen Astrologie ist es das „Jahr des Drachen“ - in ganz Asien ein großer Glücksbringer, der Gesundheit und Energie für große Projekte verspricht. Gefeiert wird zwei Wochen und fast jeden Tag gibt es ein Ritual zu befolgen. Während des Festes gewähren viele Hotels Nachlässe und auch einige der Sehenswürdigkeiten reduzieren die Eintrittspreise. Ein Besuch Taiwans in dieser Zeit lohnt sich also doppelt. mehr in unserer Reiserubrik
Sonntag, 22. Januar 2012 - 12:03 Uhr
Gewinnspiel "Ein riskanter Plan"

Nick Cassidy (Sam Worthington) war einst ein erfolgreicher Cop mit einem nahezu perfekten Leben. Doch plötzlich findet er sich im Gefängnis wieder, für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat. Wie weit kann ein Mann gehen, um seine eigene Unschuld zu beweisen? Völlig verzweifelt nutzt er die erstbeste Gelegenheit, die sich ihm bietet, zur Flucht und steigt mit einem ausgeklügelten Plan im Kopf auf den Fenstersims eines Hochhauses. Von dort aus verlangt er von der bereits eingetroffenen Polizei ein Gespräch mit der Psychologin Lydia Anderson (Elizabeth Banks). Während unten die Menschenansammlung und das Polizeiaufgebot größer werden, dirigiert Nick in schwindelerregender Höhe über ein kleines Head-Set den Raub eines 30 Millionen schweren Diamanten, jenes Juwels, das er einst gestohlen haben soll. Die Zeit rennt ihm davon, eine Spezialeinheit rückt immer näher und dann gibt es auch noch den Ex-Kollegen, der seinen Kopf will…
Wir verlosen zum Kinostart am 26. Januar 2012 2 x 2 Kinokarten. Näheres in unserer Filmrubrik
Dienstag, 17. Januar 2012 - 13:15 Uhr
Finnisches Kino vom Besten - Die Helden des Polarkreises

Es kann schon ziemlich einsam werden in Lappland am Polarkreis. Lange Nächte, kurze Tage, viel Schnee. Das hat schon seit Generationen etliche trübsinnige Finnen in den Freitod getrieben. Der Film beginnt mit einer Chronologie der Selbstentleibungen am Baumelbaum in der Nähe des Dorfes. Der melancholische Ralle hat das Thema einmal als Aufsatz in der Schule geommen und sich dafür von seiner Lehrerin Lob eingehandelt.
Auch Ralles Freund Freund Janne ist vom selben Holz geschnitzt. Ein typsicher Loser, faul, arbeitslos lebt er in den Tag hinein und treibt damit seine Freundin Inari damit noch zur Verzweifelung. Jetzt soll auch noch in dem Kaff am Polarkreis das analoge Fernsehen ausgeschaltet werden. Bisher hat Janne nichts getan, um das Blackout des Fernsehers zu verhindern. Inari legt ihm deshalb am Tag vor der Umstellung Geld hin, damit er die notwendige Digibox für den digitalen Empfang endlich besorgt. Doch Janne hängt lieber mit seinen Freunden Ralle und Kanne in der Kneipe rum und versäuft einen Teil des Geldes. Als er ohne Digibox nach Hause kommt stellt Inari ihn vor die Wahl: entweder er steht bis morgen früh mit einer Digibox auf der Matte oder sie verläßt ihn - nach 9 Jahren Partnerschaft.
Doch wo soll Janne am Abend noch eine Digibox bekommen? Seine zukünftiger Schwiegervater hat zwar eine in seinem Geschäft, aber das liegt 200 Kilometer entfernt und das nötige Geld hat Janne auch nicht. Zusammen mit seinen Freunden begibt er sich deshalb auf eine Irrfahrt durchs nächtlich-winterliche Lappland in die Lappenmetropole Rovaniemi. Dumm nur, dass Inaris Ex-Freund, der die Jugendliebe noch immer liebt, davon Wind bekommt und sich in der Zwischenzeit Inari als Problemlöser anbiedert.
Auf ihrem Weg zur ersehnten Box treffen die Freunde nicht nur auf die winterlichen Naturgewalten, sondern geraten mit der Polizei zusammen, treffen in einem vollen Hotel auf unternehmungslustige Frauen und im Wald auf bis auf die Zähne bewaffnete Russen. Wird Janne es schaffen, mit seinen abstrusen Ideen das nötige Geld zu verdienen und rechtzeitig mit der Digibox einzutreffen?
Der Film nimmt uns auf die ganze Tour, die uns manchmal schmunzeln, oft auch heftig kehlig Auflachen lässt, denn der nordische Humor ist ziemlich schwarz. Am Ende des Films kehren wir an den Baumelbaum vom Anfang zurück, zu dem sich einer der drei Freunde aufmacht. (mr)
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